pascal hertleifs artikel Pascal Hertleif 2011-07-13T20:32:34+10:00 Stacey Pascal Hertleif http://pascalhertleif.de/ tag:pascalhertleif.de,2011:/feed/ (C) 2011 Pascal Hertleif Ein Aufruf tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/ein-aufruf/ 2010-08-14T03:40:17+10:00
für Besucher-orientierte Websites ohne Bullshit

Letztens besuchte ich die Webseite einer Firma für Haushaltsprodukte. Ich fand die Produkte vom Design her ziemlich ansprechend. Ich wollte Werbung dafür machen. Aber es war mir auf Grund der Webseitengestaltung einfach nicht möglich! Deswegen schrieb ich eine nette EMail, die sich auch einige anderen Webseiten-Betreiber zu Herzen nehmen sollten, da das Problem leider viel zu weit verbreitet ist und sich auch auf andere Fälle übertragen lässt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich werde in Kürze einen Weblog starten, auf dem ich Produkte vorstelle, die nicht nur schöne Design-Studien sind, sondern sich auch tatsächlich kaufen lassen. Und ich würde gerne Werbung für Sie machen. In einem der ersten Einträge. Einfach so. Kostenlos.

Warum hindern Sie mich daran?

Warum machen Sie es mir so schwer, Produkte auf Ihrer Webseite zu finden, direkt auf diese zu verweisen und Bilder davon zu zeigen? Warum zeigen Sie keine direkten Adressen zu Unterseiten auf Ihrer Webseite an? Und warum unterbinden Sie das Kontextmenü (Rechtsklick) und verbieten mir, Fotos zu verwenden, auf denen Ihre Produkte zu sehen sind? Was soll ich damit bitte tun, was Ihnen schadet?

Haben Sie Angst davor, dass ich Werbung für Sie mache, ohne, dass Sie es genehmigen? Möchten Sie es nur bestimmten Händlern erlauben, Ihre Produkte zu zeigen, weil sie zu gut sind, dass jeder sie einfach so weiter empfiehlt?

Keine Sorge. Ich möchte wirklich nur sagen, dass mir Ihre Produkte gefallen. Mehr nicht. Und ich möchte dass mit einem Bild und einem Verweis auf das entsprechende Produkte. Mehr wirklich nicht. Das ist nicht viel. Das sollte ohne Formular gehen. Tatsächlich ist das so einfach, dass man sich als Web-Entwickler sehr viel Mühe geben muss, damit es nicht geht.

So ein Verhalten irritiert mich. Sieht man nicht im Design Ihrer Produkte, dass Ihnen Einfachheit am Herzen liegt? Ist es nicht so, dass ein gutes Design ehrlich ist und dem Benutzer nicht im Weg ist?

Weil genau das ist Ihr bisheriger Ansatz leider. Im Weg. Und zwar für die Leute, die sich einfach nur Ihre Sachen ansehen und vielleicht auch weiter empfehlen wollen. Weil, das muss ich Ihnen als Webdesigner sagen, Ihre Technik zum "Schutz" der Bilder ist leicht zu umgehen. Probieren Sie doch selbst z.B. einmal folgendes aus: Deaktivieren Sie JavaScript und schauen Sie sich die Seite an. Die wenigen Bilder, die gezeigt werden, lassen sich problemlos downloaden. Doch, es wird ja kaum etwas angezeigt! Ist das Ihre Art, Leute zu bestrafen, deren Geräte/Software JavaScript nicht unterstützen, wie z.B. Lesegeräte für Blinde?

Ich möchte Ihnen ein Rat geben. Das mag komisch klingen, Sie kennen mich ja gar nicht; Sie wissen ja gar nicht, ob ich überhaupt irgendeine Ahnung davon habe, was ich sage. Hören Sie bitte trotzdem zu und denken Sie einmal darüber nach. Vielleicht ist ja etwas an dem dran, was ich bis jetzt gesagt habe und was ich jetzt vorschlage.

Ich empfehle Ihnen, sich eine nette, freundliche und moderne Web-Agentur heraus zu suchen, deren Design-Stil den Design-Stil Ihrer Produkt im Internet widerspiegelt kann. Geben Sie etwas Geld aus, und lassen Sie sich eine neue Webseite erstellen, die aktuell, mit moderner Technik dem Benutzer durch gutes Design Ihre hochwertigen Produkte näher bringt. Das ist viel Wert!

Lassen Sie sich eine Webseite erstellen, die einfach zu bedienen ist. Lassen Sie sich eine Webseite erstellen, die ehrlich ist, und offen; die dem Benutzer die Möglichkeit gibt, nicht nur ein passendes Produkt zu finden, sondern gleichzeitig es auch seinen Freunden zu empfehlen. Es gibt viele Leute, die für gutes Design auch ein paar Euro mehr ausgeben würden, wenn Sie es Ihnen schmackhaft machen.

Lesen Sie sich etwas zu "Social Media Marketing" durch. Und: Seien Sie unbesorgt. Sehen Sie ohne Angst vor dem "Diebstahl" Ihrer Fotos in die Zukunft und freuen Sie sich, dass diese Fotos nicht gestohlen, sondern, ganz im Gegenteil, weiterverteilt werden. Freuen Sie sich, dass sich so viele Leute für Ihre Produkte interessieren. Denken Sie: Für jedes "gestohlene" Fotos könnte sich ein neuer Interessent für eines Ihrer Produkte finden.

Als einer, der sich beinahe zu Ihren Kunden gezählt hätte, wäre ich Ihnen für eine Entwicklung in diese Richtung sehr dankbar. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Hertleif

HTML und CSS — Ein Überblick tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/html-und-css-ueberblick/ 2010-08-10T23:30:32+10:00

Ich versuchte letztens, einem Freund einen groben Einblick in die Entwicklung von Webseiten mittels HTML und CSS zu geben. Meine Idee war, ihm nur den grundsätzlichen Aufbau und die Ideen hinter den Technologien zu erklären, sodass er selbst dann aus vorhandenen Übersichten und vor allem dem Code anderer Website lernen kann. Dieses Gespräch habe ich hier noch einmal zusammengefasst aufgeschrieben. Zwischendrin: viele zusätzliche Anmerkungen zur Verdeutlichung und Vertiefung in den Fußnoten und gestellte Fragen als Frage-Antwort-Kombination.

"Was brauche ich an Material?"
Einen Browser (Empfehlung: Safari oder Chrome) und einen Texteditor (Empfehlung: Espresso, Notepad++).

HTML-Markup

Wozu braucht man HTML? Um Inhalte (das Wort kommt öfter und heißt: Texte, Bilder, Videos, usw.) auf eine Weise zu strukturieren, dass sie in einem Browser auf eine bestimmte Weise dargestellt werden können. Wichtig ist schon hier: HTML selbst strukturiert Inhalte, es sollte nicht dazu verwendet werden, diesen Inhalten ein bestimmtes Aussehen zu geben — um das Aussehen kümmern wir uns später. Gutes HTML lässt ohne bestimmte Darstellungsoptionen eine logische Struktur erkennen.

Diese Struktur wird erstellt, indem man Teile des Inhalts (Elemente, Text-Ausschnitte oder auch ganze Inhalts-Blöcke) bestimmt markiert1. Diese Markierungen werden "Tags"2 genannt und in spitzen Klammern geschrieben: <strong>fett gedruckter Text</strong>. Elemente der Art "tag" werden durch <tag> eingeleitet (Opening-Tag) und durch </tag> wieder geschlossen (End-Tag)3.

Elemente können auch Attribute haben, z.b. kann einem a-Element ("anchor") mit dem href-Attribut ("hypertext reference") eine Link-Adresse zugewiesen werden, auf die es dann verweist. Geschrieben werden Attribute in dem Stil AttributName="AttributInhalt" innerhalb des Opening-Tags. So erzeugt das Folgende einen Link mit dem Text "ein Link", der auf google.com verweist (ein Link):

<a href="http://google.com/">ein Link</a>

Es gibt auch Elemente ohne eigenen Inhalt (leere Elemente), z.B. solche, die einen Zeilenumbruch (br) oder ein Bild (img) einfügen. Solche bestehen nur aus dem Opening-Tag und werden einfach mit einem /> am Ende geschrieben4. Ein Bild wird z.B. so eingefügt5:

<img src="bild.jpg" alt="ein Beschreibung des Bildes" />

Der HTML-Baum

Ein HTML-Dokument besteht im Prinzip aus vielen verschachtelten Tags.

Ganz oben in der ersten Zeile steht zunächst, welcher Typ das folgende Dokument hat. Für HTML5 steht dort einfach <!DOCTYPE HTML>. Dann kommt das erste Tag, welches das gesamte Dokument umschließt: <html>6.

Darauf folgt <head>, der Kopf des Dokuments, mit einigen Meta-Informationen und Verweisen, jedoch keinen direkt sichtabrem Inhalt. Am prominentesten: Das <title>-Tag, welches den Titel des Dokuments angibt (wird im Browser im Fenster- oder Tab-Rahmen angezeigt)7.

Verwiesen wird im <head>-Bereich z.B. auf das Favicon der Seite8 oder auf Stylesheets oder Skripte, die geladen werden sollen: Z.B. <link rel="shortcut icon" href="images/favicon.png" type="image/png" /> für das Favicon und <link rel="stylesheet" type="text/css" href="style.css" /> für das Stylesheet style.css9.

"Ok, und was ist <meta>?"
<meta> ist ein "leeres Element", mit dem man im Dokument-Kopf bestimmte Metadaten über das Dokument in Form von Zuordnungen machen kann, die von Maschinen gelesen werden können. Besonders wichtig ist <meta charset="UTF-8">, welches die Zeichenkodierung des Dokuments angibt. Alle sonstigen Meta-Informationen sind optional. Ein Beispiel für eine typische Meta-Information ist der Autor des Dokuments: <meta name="author" content="Autorenname" />. Mehr auf Wikipedia.

Nach dem <head> kommt, logischer Weise, der <body>, der Körper des Dokuments, mit dem eigentlichen, sichtbaren Inhalt.

Dieser Inhalt ist (im Idealfall) mittels passender Tags strukturiert und auch von Menschen im Quellcode gut zu lesen. Um bestimmten Blöcke von Inhalt Kennzeichnungen zu geben, die über einfache Tags hinaus gehen (und, damit man diese Blöcke später mit Stilen versehen kann), kann man jedem Tag auch als Attribut eine Klasse und ID zuweisen. Klassen können mehrfach verwendet werden, IDs müssen eindeutig im gesamten Dokument sein.

Der typische Aufbau eines HTML-Dokuments ist beispielsweise10:

<!DOCTYPE HTML>
<html lang="de-DE">
<head>
  <meta charset="UTF-8" />
  <title>Seitentitel</title>
  <link rel="shortcut icon" href="images/favicon.ico" />
  <link rel="stylesheet" type="text/css" href="style.css" />
</head>
<body>
  <h1>Der Titel der Seite</h1>
  <div id="content" class="article">
    <h2>Der Titel des Artikels</h2>
    <p>Ein Absatz (p für engl. paragraph: Absatz).</p>
    <p>Ein weiterer Absatz.</p>
  </div>
  <div id="sidebar">
    <p class="article-meta">
      Der Artikel wurde am ... von ... veröffentlicht.
    </p>
    <p class="article-navigation">
      <a href="2.html" rel="next">Ein weiterer Artikel</a>
    </p>
  </div>
</body>
</html>

Was jetzt an dieser Stelle sinnvoll ist, sofern man glaubt, alles vorherige verstanden zu haben und nun eigene Schlüsse ziehen möchte: Den Quelltext von Webseiten ansehen, von denen man glaubt, ihre Struktur im HTML erkennen zu können. Das geht in den meisten Browser ganz einfach mit einem Rechtsklick irgendwo auf der Seite und einem anschließenden Klick auf "Seitenquelltext anzeigen" (oder ähnlich)11. Tun Sie es einfach mal hier auf dieser Seite und versuchen Sie zu verstehen, was welcher Tag zu bedeuten hat und inwiefern er zur Struktur der Seite beiträgt.

Möchten Sie ein bestimmtes Tag nachschlagen, empfehle ich Ihnen diese Seite (englisch).

Style

Der Inhalt des Dokumentes wird mit HTML strukturiert. Diese Struktur allein ist aber ästhetisch nicht sonderlich ansprechend. Daher legt man ein sogenanntes Stylesheet (CSS-Dateien, "Cascading Style Sheets") an, um dem Inhalt das gewünschte Aussehen zu verpassen12. Wie oben schon gesehen, wird im Head dann auf diese CSS-Dateien verwiesen, sodass der Browser sie laden und anwenden kann.

Um in CSS einzelnen Elementen (oder Element-Gruppen) Stile zuzuweisen, müssen diese zunächst angesprochen (selektiert) werden. Das geschieht nach folgendem Muster: Um eine bestimmte Art von Tag anzusprechen, muss nur der Tag-Name geschrieben werden. Um eine bestimmte Klasse anzusprechen, wird ein Punkt direkt gefolgt von dem Klassen-Namen geschrieben. Eine bestimmte ID wird angesprochen, indem eine Raute (#) direkt gefolgt von dem ID-Namen geschrieben wird. Diese Selektoren können auch kombiniert werden13. Nach dem Selektieren des Elements folgt in geschweiften Klammern eine Liste mit Stil-Zuweisungen.

Um nun einen Block in CSS mit einem Stil zu versehen, muss nicht jeder Block eine eindeutige Klasse oder ID bekommen, in CSS kann man auch Verschachtelungen von Elementen angeben. Das lässt sich am besten durch ein Beispiel erklären:

#sidebar p.article-navigation a {
  color: green;
}

Diese CSS-Anweisung gibt an: In der Sidebar (ID sidebar), darin in dem Absatz mit der Klasse article-navigation, darin für jeden Link (a): Färbe ihn Grün!

Durch diese Verschachtelungen kann man den Bereich, den man mit diesem Stil versehen möchte, einschränken. Wo gerade nur die Links in der Artikel-Navigation grün wurden, würde durch #sidebar a {color: green;} jeder Link in der Sidebar grün14. Mehr Informationen zu Selektoren gibt es in der Wikipedia.

Ähnlich wie es viele Tags in HTML gibt, so gibt es viele Stil-Eigenschaften in CSS (color ist eine dieser Eigenschaften). Um viele relevante kennenzulernen, empfiehlt es sich wieder, den Quelltext einiger Webseiten, hier besonders die CSS-Dateien, einmal genau anzusehen und vor allem die Relation von HTML-Element und CSS-Anweisung zu verstehen. Hier z.B. die CSS-Datei dieser Seite, in extra lesbar15.

"Farbcodes?"
Farben könne auf mehrere Arten geschrieben werden. Einige Elementar-Farben können direkt als englische Worte geschrieben werden (black, red, blue, green, etc.). Typische Schreibweise ist jedoch in RGB und hexadezimal, mit 256 Werten (von 00 bis ff) für rot, grün und blau. Hier ein Farbrad mit RGB-Hex-Codierung.
"Was sind diese ganzen @-Befehle am Anfang?"
@import bindet andere CSS-Dateien ein. @font-face bindet downloadbare Schriften ein.
"Wie kann ich jetzt z.B. drei Links groß und fett machen, aber alle drei in unterschiedlichen Farben?"
Für das "groß und fett" machst du einfach eine Klasse, und für jede Farbe eine ID (oder eine weitere Klasse). Z.B. ist das der blaue Link: <a href="blau.html" class="bigfat" id="blue">Blau</a> und im CSS steht: .bigfat {font-weight: bold; font-size: 18px;} und danach #blau {color: blue;}. Natürlich kannst du das auch beliebig näher bestimmen: a.bigfat#blau {color: blue;}.

Eine gute Übersicht zu den meisten CSS-Eigenschaften gibt es auf CSS 4 You. Eine andere Quelle, auf die ich eben aufmerksam wurde, ist das Wikibook "Website­entwicklung: CSS".

Fazit

Das ist soweit alles an Basiswissen, was mach braucht, um Webseiten schreiben zu können, bzw. um sich das Erstellen von Webseiten selbst beibringen zu können. So habe ich es jedenfalls gemacht; aber ich muss sagen, ich habe lange gebraucht, um die Strukturen, wie ich sie oben beschrieben habe, zu erkennen und zu verstehen. Ich hoffe, Ihnen fällt es dadurch leichter, einen Einstieg zu finden.

Falls Sie nicht der Typ für alles-nur-selbst-erarbeiten sind, können Sie natürlich auch einfach ein gutes Buch zu dem Thema kaufen16. Zwei Bücher über die ich viel gehört habe (aber die ich beide nicht besitze): "Modernes Webdesign: Gestaltungsprinzipien, Webstandards, Praxis" (Manuela Hoffmann, 12/2009) und "Einführung in XHTML, CSS und Webdesign: Standardkonforme, moderne und barrierefreie Websites erstellen" (Michael Jendryschik, 12/2008).


  1. HTML ist daher eine sogenannte "Markup"-Sprache. ↩

  2. engl. Tag: Marke, Schlagwort ↩

  3. Im Folgenden nenne ich Tags inkl. Inhalt öfters auch "Element", z.b. für das Beispiel gerade: Das strong-Element. Viele Bezeichnungen übrigens frei erfunden und zur der Vereinfachung halber von mir verwendet! ↩

  4. Im originalen HTML werden leere Elemente einfach mit einer spitzen Klammer geschlossen, ohne Slash davor. In XML ist dies jedoch üblich, da dies die Kompatibilität zu unbekannten Elementen erhöht. Da dies auch in HTML5 (bzw. "XHTML5") erlaubt ist und für mich mehr Sinn macht, verwende ich /> zum Schließen von leeren Elementen. ↩

  5. img: Image, Bild. src: Source, Quelle, d.h. die Adresse/URL zum Bild, kann sowohl lokal wie auch auf einer anderen Webseite liegen. alt: Alternativ-Text, falls das Bild nicht geladen oder angezeigt werden kann, z.B. auf Lesegeräten für Blinde. ↩

  6. Viele geben hier auch schon als Attribut die Sprache des Dokuments an, z.B. <html lang="de-DE">. ↩

  7. Wie gesagt, dieser Titel wird im Dokument selbst nicht dargestellt. Möchte man ihn irgendwo im Dokument stehen haben, muss man ihn in den <body> noch einmal schreiben (am besten als Überschrift erster Ordnung, <h1>). ↩

  8. Das Favicon ist das kleine Symbol links neben der Adresszeile und links neben dem Seiten-Titel im Fenster- oder Tab-Rahmen (bei den meisten Browsern). ↩

  9. Das rel-Attribut steht übrigens für die Art des Verweises (engl. relation Beziehung, Verhältnis), da z.B. ein Verweis auf ein Icon etwas anderes ist als der auf ein Stylesheet. rel gibt es auch für "normale" Text-Links mit a mit verschiedenen anerkannten Werten, z.B. "footnote" (Link zu einer Fußnote), "alternate" (Alternative Version des selben Inhaltes) oder "bookmark" (Link mit statischer Adresse des Inhaltes). ↩

  10. In HTML5 benutzt man eigentlich statt den hier verwendeten <div>s für den Artikel-Inhalt und die Sidebar die speziellen (neuen) Elemente <article> und <aside>. Ich versuchte zwar bisher immer HTML5 zu vermitteln, aber zur Zeit ist das "alte" <div> meines Erachtens nach noch die sicherere Lösung, da nicht alle Browser die neuen Elemente kennen. ↩

  11. Es ist noch um einiges schöner, sich den Quelltext "interaktiv" anzusehen, d.h. farblich hevorgehoben und schön geschachtelt. Dafür gibt es in den meisten Browser Entwicklerkonsolen, z.B. dem Webinspector in Safari und Chrome (auf der Seite rechts klicken und "Element überprüfen" anwählen, ggf. in den Einstellungen aktivieren) oder Firebug für Firefox. ↩

  12. Noch einmal der Hinweis: Inhalt und Aussehen werden getrennt. Das mögen andere nicht so wichtig nehmen (früher: zweispaltige Layouts einfach als Tabelle mit zwei Spalten anlegen), aber mir persönlich ist dieser Aspekt sehr wichtig, denn für mich ist dieser Aspekt der Grundstein für die Ordnung/Logik von HTML und die Relation Inhalt und Aussehen (und noch unaufdringlichen Effekten). ↩

  13. div#sidebar ist das <div>-Element mit der ID sidebar, p.article-meta ist das <p>-Element mit der Klasse article-meta. ↩

  14. CSS muss nicht mehrzeilig geschrieben werden, sondern kann auch stark verkürzt geschrieben sein (es muss nur bei Verschachtelungen bei zwischen jeder Ebene ein Leerzeichen sein!). Außerdem: Überschneiden sich mehrere Anweisungen, zählt der, mit der genaueren Einschränkung auf das Element (meistens) mehr; sind beide gleich genau, zählt der untere. ↩

  15. Die meisten Eigeschaften sind selbsterklärend. Wirklich. Ein Start: Textfarbe color, Hintergrundfarbe background-color, Rahmen border (mit 3 Werten: Dicke, Art, Farbe. Z.B.: 1px solid #ccc), Innenabstand padding, Außenabstand margin (border, padding und margin auch mit -top/-right/-bottom/-left Suffix), Höhe height, Breite width (tatsächliche Höhe/Breite: Höhe/Breite + Abstände — vgl. "Boxmodell"), Schriftart font-family (vgl. "Webschriften", "@font-face"), usw. ↩

  16. Wobei vor allem im Bezug auf das noch nicht einmal fertig gestellte HTML5 viele Bücher bald veraltet sein könnten! Ok, das Basis-Wissen bleibt sicher größtenteils aktuell, aber die Details ändern sich laufend. ↩

Die Canon EOS 550D tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/canon-550d/ 2011-03-31T02:10:04+11:00
aus Sicht eines Fotografen & im Vergleich mit der Canon 400D

Ich bin begeisterter Hobby-Fotograf. Ich beschäftige mich intensiver mit dem Fotografieren seit ich im Sommer 2007 eine Canon EOS 400D gekauft habe. Mit ihr habe ich alles an fotografischer Technik, die ich heute beherrsche, gelernt. Ich kann ohne hin zu sehen, jede Einstellung an ihr vornehmen, die ich möchte.

Kurz­fas­sung: Ein würdiger Nach­folger? — Die 550D — Das Glas — Es geht auch anders

Die 400D ist mittlerweile genau zu dem geworden, was sie immer hätte sein sollen: Das unauffällige Werkzeug zum Fotografieren, das mir es (auf magische Weise) ermöglicht, Licht einzufangen und festzuhalten, aber dabei selbst kaum im Weg ist. Und genau das ist für mich das wichtigste an einer Kamera. Was ich tun möchte nennt sich Fotografieren, nicht Kamera bedienen. Natürlich ist es unerlässlich, dass ich die Kamera bediene, aber es sollte so intuitiv und unbewusst sein wie nur irgendwie möglich.

Aus diesen Gründen ist es für mich auch nicht besonders einfach, die Kamera zu wechseln. Natürlich war ich immer fasziniert, neue Kamera-Modelle zu sehen oder ganz andere Konzepte anderer Hersteller ausprobieren zu können. Aber im Grunde war es immer so, dass ich es zu umständlich fand, meine Gewohnheit (Bedienung der 400D) zu ändern, als dass es mir mehr Vorteile gebracht hätte.

Außerdem konnte ich etwas anderes beobachten: Neben sichtlichen Vereinfachungen in der Bedienung (Auto-ISO, ISO-Anzeige im Sucher, usw.) kam auch immer ein neuer Schwall an Funktionen dazu, der mich eigentlich gar nicht interessierte. Alle Hersteller meinen anscheinend, dass ihre Kunden Motiv-Programme toll finden und dass sie einen Knopf brauchen, um direkt von der Kamera aus drucken zu können. Beides habe ich noch nie (wirklich: nie) benutzt. Es ist einfach nur im Weg.

Ein würdiger Nachfolger?

Meine 400D wird nicht ewig halten, ganz im Gegenteil, die Gebrauchsspuren machen sich nach min. 40.000 Auslösungen doch bemerkbar. Und technischer Fortschritt ermöglicht fast Tag für Tag eine Verbesserung der Bildqualität dank neuerer Sensoren und Prozessoren. Doch bei jeder neuen Kamera stelle ich mir die Frage: Ist es das wert? Überwiegen die Vorteile so stark, dass ich viel Geld ausgeben und meine Bedienungs-Gewohnheiten ändern möchte?

Ich wollte bei Canon bleiben. Andere Hersteller machen schlechtere, gleichwertige und durchaus auch bessere Kameras, aber ich habe eine Canon-Ausrüstung, bin an die Canon-Bedienung gewöhnt und das einzige, was mich wirklich reizen würde, wäre eine unbezahlbare Leica M91. Wer hier einen Hersteller-übergreifenden Vergleich erwartet hat, wird also leider enttäuscht. Bitte woanders umsehen — ich will keinem eine Canon aufzwingen.

Nach der 400D brachte Canon die 450D heraus (ich verlinke die Kameras zu Amazon, dort gibts technische Details und so). Live-View und Auto-ISO waren mir keine 600€ wert. Die 1000D ist eine wirklich nette und vor allem günstige Einsteiger-Kamera, aber kein Upgrade von einer 400D. Die 500D konnte halbwegs Videos aufnehmen, und hatte neben mehr Pixeln irgendwelches Software-Spielzeug, ich erinnere mich nicht mehr.

Dann kam die Canon 550D dieses Jahr. Sie hat im Vergleich zur 400D nun 18 statt 10 Megapixel, ISO von 100 bis 12800 — bis 3200 gut brauchbar und mit (begrenzbarem) Auto-ISO angenehm zu ignorieren — und kann auch vernünftig in HD filmen. Außerdem, und das ist keineswegs zu missachten, hat sie einen viel besseren Bildschirm, auf dem sich die gemachten Bilder tatsächlich betrachten und bewerten lassen.

Das gab mir zu denken.

Die 550D

Da ich einen Urlaub vor mir hatte, von dem ich mir viele gute Foto-Motive versprach, wollte ich mir die Canon 550D leihen. Ich wollte sie einfach mal testen, und auch einfach nach drei Jahren einmal mit einer anderen Kamera fotografieren. Hier sind meine Erfahrungen damit. Sie sind subjektiv und ohne High-ISO-Vergleiche. Nebenher noch ein paar Fotos, die ich mit der 550D gemacht habe.

Photograph: How Can It Not Be This Way by Pascal Hertleif Photograph: Wake Up II by Pascal Hertleif Photograph: All In All by Pascal Hertleif
  • Was mir als erstes schon auffiel, war die andere Verarbeitung des Gehäuses. Es ist im Gegensatz zur 400D aus einem anderen Plastik und hat an den Griffflächen der linken Hand eine angenehmen Gummierung. Außerdem sitzt zwischen Modus-Wahlrad und dem Zeigefinger-Drehrad (beim Auslöser) nun eine ISO-Taste.
  • Die Rückseite ist gravierend umgestaltet. Statt mehren Reihen von Knöpfen dominiert nun der große Bildschirm die Rückseite. Der Wiedergabe-Knopf (Anzeige der Fotos) sitzt jetzt rechts unten rechts am Screen, Menü- und Display-Knopf sind oberhalb, genau so wie oben links der neu hinzugefügte LiveView- und Videoaufnahme-Knopf Platz findet. Aber dadurch ist auch die Av-Taste2 schlechter zu erreichen. Guter Kompromiss? Vielleicht. Schön ist auf jeden Fall, dass viele Knöpfe etwas sinnvoller angeordnet sind und dem Display dennoch viel Platz einräumen. Auf dedizierte Knöpfe für "in der Wiedergabe in größeren Schritten springen" oder "Über USB drucken" wie sie an der 400D zu finden sind, hat Canon zum Glück mittlerweile verzichtet. (Ich drückte diese Knöpfe noch nie mit Absicht und wenn ich sie drückte, ärgerte ich mich, dass ich mit verdrückt habe, weil ich stattdessen "Wiedergabe" oder "Menü" drücken wollte!)
  • Andererseits ist auch wieder ein Haufen an Funktionen und Menüeinträge dazu gekommen, die mich keineswegs interessieren. Allein das Modi-Wahlrad könnte mich aufregen. Ok, dass einer die Motiv-Programme benutzen will, kann ich beinahe nachvollziehen bei einer Einsteiger-Kamera, aber "CA"? Einstellungen wie Blende und Belichtung umschrieben mit "Hintergrund:Unscharf<->>Scharf" und "Belichtung:Dunkler<->>Heller" respektive — das ist totaler Unsinn! Bis ich da ein brauchbares Ergebnis habe, kann ich auch kurz verstehen, wie "P" funktioniert. Und es geht weiter: Warum ist der Modus für Video-Aufnahme am Ende von den ganzen Motiv-Programmen, gleich nach "Nachtportrait"? Möchte ich vom Av-Modus aus zu Video, muss ich das Rad eine ¾ Umdrehung drehen, das ist weder intuitiv noch angenehm. Oh, doch, intuitiv ist es, wenn ich nicht weiter drehen kann, bin ich bei "Filmen".
  • LiveView ist eine manchmal praktische Sache. Ich habe es selten benutzt, aber wenn ich es benutzt habe, hat es mir bessere Bilder und/oder neue Perspektiven ermöglicht.
  • Die ultimative Erweiterung von LiveView: Mit der 550D kann man fast professionell filmen. Das verlangt aber auch, dass man nicht einfach durch die Gegend läuft und filmt, sondern, dass man sich — wie, um ein Foto zu machen — den Bildaufbau überlegt, filmt, nächsten Ausschnitt wählt, filmt, usw. Man kann zoomen und manuell fokussieren, während man filmt. Spaß macht es nicht wirklich. Aber die Schärfewirkung einer Spiegelreflexkamera macht im Film-Fomat wirklich einiges her.
  • Die 18 Megapixel dieser Kamera wollen geschrieben werden. Die CR2-Raw-Dateien der 550D sind zwischen 18 und 30 MB groß. Das ist viel Platz. Richtig viel. Vor allem benutzt die 550D SD-Karten, meine 400D die größeren (vielleicht professionelleren) CF-Karten, also hatte ich erstmal auch ein Problem Speicherkarten aufzutreiben. Interessant zu wissen: Wandelt man die CR2-Dateien in das DNG-Format ("Digital Negative" von Adobe) um, hat man nicht nur Metadaten, Vorschau und RAW-Daten in einer Datei, sondern spart auch noch etwa 20% Platz (Test mit etwa 500 Bildern). Und ein fünftel mehr Platz zu haben macht sich bei so großen Dateien bemerkbar!
  • Das Display ist grandios. Es ist einfach benutzbar. Und dank einigen Spielereinen wie Aufhellen von Schatten und Abdunkeln von Lichtern und automatisches Anpassen von Kontrast direkt in der Kamera wird das Bild von sich aus schon um einiges besser und sieht viel eher nach dem aus, was ich nachher sowieso noch an Daten aus der Raw-Datei heraushole. Ein Blick auf das geschossene Bild im Display und ich kann endlich wirklich beurteilen, ob es gut belichtet ist und dort scharf ist, wo ich es scharf haben will. Das ist viel wert.
  • Ab der Generation nach der 400D hat Canon jeder Kamera Auto-ISO spendiert, wo die Kamera sich eine passende ISO-Einstellung selber aussucht. Das spart Zeit und funktioniert erstaunlich gut, auch in Kombination mit Blenden- oder Zeit-Automatik. Alles in allem ist das ISO-Verhalten der 550D kaum noch mit der 400D vergleichbar, die Kamera hat 80% mehr Pixel (etwa, oder so; ich zählte nicht nach) und ISO 3200 sieht besser aus als ISO 1600 an der 400D. Ich habe die Begrenzung für Auto-ISO auf 6400 gestellt — ich würde Bilder mit diesem ISO tatsächlich noch verwenden. Außerdem: Auto-ISO benutzt auch ISO-Zwischenwerte (wie ISO 320 oder 1280), welche sonst nicht wählbar sind.
  • Was ich nicht getestet habe, aber von dem ich noch kurz sagen wollte, das es da ist: ein Haufen Automatik-Modi, die Möglichkeit, JPEG-Bilder zu speichern, ein Blitz (der sich in den Automatik-Modi selbst ausklappt, nervig) und eine ganze Menge Anschluss-Möglichkeiten (HDMI, ext. Mic, etc.).
Vergleich: Canon 400D und Canon 550D

Vergleich: Canon 400D (links) und Canon 550D (rechts)

Alles in Allem muss ich sagen, man bemerkt 3 Jahre Weiterentwicklung natürlich recht deutlich. Und über die letzten 2 Wochen habe ich mich sehr schnell an Dinge wie Auto-ISO, ISO-Anzeige im Sucher und auch an das viel bessere Display gewöhnt. Doch habe ich deswegen bessere Bilder gemacht? Oder: Wären meine Ergebnisse mit der 400D schlechter gewesen? Ganz im Ernst, ich glaube kaum. Technisch gesehen vielleicht schon, aber die Bild-Inhalte wären dieselben gewesen.

Das Einzige, was ich definitiv nicht mit nach Hause gebracht hätte, wären die kleinen Videoclips, die ich zwischendurch gedreht habe. Aber so künstlerisch wertvoll sind die auch (noch) nicht, dafür bräuchte ich noch mehr Übung und vor allem mehr Geduld. Ich möchte euch aber trotzdem mein erstes Ergebnis nicht vorenthalten, ich habe einen kleinen Zusammenschnitt hier drunter eingebunden (dauert etwa 2,5min).

Das Glas

So, genug über die Kamera geredet; sprechen wir über das, was wirklich einen Unterschied macht: Das Objektiv.

Zu der 550D hatte ich auch das Canon EF-S 15-85mm als Immer-drauf dabei. Im Gegensatz zu der Plastik-Scherbe "18-55mm" (hier die IS-Version) an meiner 400D war auch das ein riesen Unterschied. Das 15-85 hat 3mm mehr Weitwinkel, 30mm mehr Telewinkel, Bildstabilisation und einen Ultraschallmotor. Außerdem wiegt es dreimal so viel wie das 18-55 (das Gewicht der Kamera ist deswegen auch für mich nicht wichtig).

Viele Fotos hätte ich ohne dieses Objektiv tatsächlich nicht machen können, weil ich diese Brennweiten einfach nicht zur Verfügung habe.

Außerdem, und das ist nicht zu verachten: Was bringen mir 18 Megapixel, wenn mein Objektiv nicht scharf genug abbildet, um 4 zu füllen? Das alte 18-55-Kit ist nicht schlecht; ich habe viele gute Bilder damit gemacht. Aber das 15-85 ist viel besser.

Was noch besser ist? Meine Festbrennweiten, die um einiges weniger gekostet haben: Das Canon 28mm f/1.8, das Canon 50mm f/1.8 und das Tokina 100mm f/2.8.

Es geht auch anders

Nochmal etwas ganz wesentliches: Eine bessere Kamera macht nicht unbedingt bessere Bilder. Wirklich. Viele setzen ihre Hoffnung darauf, dass eine neue, teure Kamera mit mehr Megapixel und tollen Automatik-Modi bessere Bilder macht. Tatsächlich ist es aber meiner Erfahrung nach so, dass es größtenteils auf einen selbst ankommt. Was ich aber dennoch schon oft erlebt habe, ist, dass man bessere Bilder mit einer neuen Kamera macht, weil man es dank dieser Anschaffung einsieht, wieder etwas dazu lernen zu wollen, und von Gewohntem abweichen möchte, was dann zu der Verbesserung führt.

Photograph: What a View by Pascal Hertleif Photograph: Shine On II by Pascal Hertleif Photograph: Just What I Was Waiting For by Pascal Hertleif

Z.B. liebe ich es, mit einem Weitwinkel eine Landschaft zu fotografieren, während ich auf dem Boden liege. Diese Haltung ermöglicht eine ganz neue Wahrnehmung der Umgebung, es braucht aber auch etwas Überwindung, das überhaupt zu probieren. Eine neue Kamera (eigentlich jede neue Kamera) wie ich sie jetzt getestet habe, kann da aber auch etwas Abhilfe schaffen, z.B. mit "LiveView", d.h. man schaut aufs Display statt auf den Sucher. Dadurch kann man sich hinhocken, die Kamera auf den Boden legen und dann recht bequem diese Perspektive ausnutzen, ohne selber viel machen zu müssen. Was ich sagen will: Der Trick ist, auch ohne eine neue Kamera neue Sachen auszuprobieren. So wird man besser, und spart Geld.

Ein super Beispiel, wie man mit einer definitiv nicht hochwertigen Kamera trotzdem wirklich ansprechende Fotos machen kann, ist die iPhone App "Hipstamatic" (ich habe schon einmal hier darüber geschrieben). Sie lässt einen mit der Kamera des iPhones Bilder machen und verpasst ihnen dann je nach Einstellung von Linse, Film und Blitz ein einzigartiges Aussehen, dass an die Ergebnisse der Plastik-Kamera "Hipstamatic" aus den 80ern erinnern soll. Ich habe im Urlaub fast jeden Tag ein paar Bilder damit gemacht und bin immer wieder überrascht, wie ausdrucksstark diese Schnappschüsse sein können.

Fazit

Viel zu viel Text, wie immer. Aber was ist mein Fazit von all dem? Lohnt es sich, auf die 550D zu wechseln? Und, Überraschung, das hängt ganz davon ab, was man machen möchte. Für den Urlaub hat sie mir geholfen, ich habe einiges Neues gemacht und auch vieles davon zu schätzen gelernt. Aber: In nächster Zeit werde ich wieder reguläre Fotos in alt-bekannter Umgebung machen, selbst mit einer neuen Kamera. Und für mich als Studenten sind 700€ für eine Kamera sehr viel Geld. Klar, es ist dauerhafte Investition und es würde meinem Hobby sicher auch dauerhaft weiter helfen; aber ich werde diese Investition jetzt noch nicht tätigen, einfach, weil ich sie im nächsten halben Jahr kaum nutzen könnte. Und das wäre wirklich nur verschwendet. Das ist meine persönliche Situation.

Allgemein kann ich die Canon EOS 550D nur empfehlen. Wer noch keine Spiegelreflexkamera hat und sich überlegt, in dieses Segment einzusteigen (auch wegen den dazugekommenen HD-Video-Möglichkeiten), der wird an dieser Kamera viel Freude haben. Was ich aber jedem auch nur raten kann: Vorher einmal in einen Foto-Laden gehen und verschiedene Kameras in die Hand nehmen.

  1. Die Leica M9 ist als Messsucher-Kamera kleiner (kein Spiegel), einfacher zu bedienen und macht mit Leica-Objektiven definitiv technisch bessere Fotos — aber erwähnte ich den Preis? Selbst wenn ich mir eine 5000€-Kamera problemlos leisten könnte, wäre ich mir nicht sicher, ob mir eine Kamera auch soviel wert wäre. (↩)
  2. Die Av-Taste (oder wie sie auch heißt) ist zum Einstellen der einer alternativen Einstellung. Ja, das klingt komisch. Z.B.: Av drücken und am Wahlrad drehen für Blenden-Einstellung bei Manuell, ohne Av-Drücken wüde man die Belichtungszeit einstellen. (↩)
PascalHertleif.de, 2010 tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/pascalhertleif-de-2010/ 2010-07-01T06:26:11+10:00
Was neu ist (alles) und was ich sonst geändert habe

Herzlichen Willkommen zum neuen PascalHertleif.de. Ich habe knapp alles neu gemacht, an meine heutigen Ideen angepasst und auch technisch gesehen so gut wie alles zweimal über den Haufen geworfen. Und es hat gerade einmal ein Jahr gedauert. Hier ein viel zu langer Artikel über all diese Neuerungen.

Start

Alles beginnt mit und auf der Startseite. Fast jeder neue Besucher kommt zuerst hier an, und er/sie sollte auch direkt einen Überblick bekommen, um was es hier geht. Geniale Idee, die hier entstand: Untertitel für jede Seite, direkt unter dem Header (das "Pascal Hertleif" auf grün), groß, auffällig und fast immer zweizeilig und mit Hervorhebungen.

Rechts daneben (und genau so hoch) findet sich die Navigation, welche von fünf Wörtern in gelb oder grün-grau geprägt ist und eine große, geschweif­te Klammer links daneben hat -- welche ganz magisch auf die aktuelle Position zeigt. Die Klammer ist ziemlich cool, oder?

Darunter geht's weiter mit drei kleinen Blöcken zu den drei Bereichen der Seite: Blog, Fotos und Projekte. (Und damit meine ich jetzt nicht nur die Startseite, sondern auch diesen Text.)

Artikel

Ich schreibe gerne, auch gerne mal etwas mehr. Wenn ich mit diesem Artikel hier fertig bin, werde ich bestimmt schon ein paar Tausend Wörter zusammen haben. Und, apropos, das hier ist schon mein zweiter Versuch. Den ersten habe ich gelöscht, der war so lang, den hätte ich nichtmal selbst gelesen.

Jedenfalls, zu den langen Artikeln. Meinen persönlichen Blog hatte ich vorher ausgelagert auf killercup.de, jetzt ist er direkt hier. Das bedeutet, auch die meis­ten Ar­ti­kel sind jetzt hier. Ein paar haben den Umzug auf Grund von neuerer Irrelevanz und Missgefallen auf Seiten des Autors leider nicht überstanden. Auch habe ich Abschied von den Kommentaren genommen, die einerseits kaum benutzt wurden und andererseits auf der neuen Seite weiteren technischen Aufwand bedeutet hätten. Wenn genug Interesse besteht, kommen die aber wieder.

Stilistisch gesehen musste ich auch einiges ändern, denn ich wollte, dass man sich einen Artikel bequem hier auf der Seite durchlesen kann. Auch, wenn man schlecht sehen kann, unglaublich hohe Ansprüche an Typographie stellt und/oder ADHS hat. Geholfen dabei hat mir die Schrift "Droid Serif", die in Kombination mit unglaublich großer Zeilenhöhe (zumindest meiner Meinung nach) gut in das sonstige Schriftbild passt und sich ausgesprochen gut lesen lässt.

Außerdem musste ich noch was gegen den Klimawandel Textwüsten tun. Deswegen haben manche Artikel jetzt mittendrin (bzw. rechts außen, um genauer zu sein) besonders tolle Phrasen nochmal hervorgehoben. Und statt einfachen Bildern habe ich manchmal coole Slideshows eingebunden, die auch rechts am Rand sind.

Statt den regulären Blog-Seiten (Blättern, Kategorien ansehen, nach Datum sortieren, etc.) habe ich dann auch passender Weise wieder die minimalere Variante genommen. Einfach eine Liste. Erinnert mich etwas an ein Inhaltsverzeichnis, soll auch genau ein solches sein. Man kann dank Google auch suchen, sogar nicht nur hier, sondern auch auf anderen relevanten, mich betreffenden Seiten. Wenn euch etwas hier gefällt, könnt ihr es auch gerne direkt flattern.

Fotos

Ebenso wie man die Artikel einfach ohne Schnick-Schnack lesen können soll (erwähnte ich, dass es keine Tags, Kategorien, Vorschaubilder oder Ratings gibt?), so sollte man auch auf der Foto-Seite nur das zu sehen bekommen, weswegen man da ist. Fotos. Aber bei Fotos ist es immer wieder schwer, eine für jedes Motiv passende Präsentation hinzubekommen. Viele Bilder wirken ganz anders, wenn man sie in groß (an einer Wand) sieht.

Klickt man rechts auf "Fotos", sieht man den normalen Rahmen der Seite (den ich nicht brechen wollte) und -- ein Foto. Wartet man ein wenig, gibt es eine Animation und es kommt ein weiteres Foto. Geht man mit der Maus über das Foto, kann man sich auch mittels Pfeilen rechts und links durch die Slideshow bewegen. Unter dem Foto, immer noch im breiten schwarzen Rahmen der Slideshow, steht dezent der Titel des aktuellen Fotos. (Dieser wird direkt aus dem IPTC-Tag der Bild-Datei ausgelesen, sehr clever & bequem. Danke, Stacey.)

Projekte

Ich möchte euch gerne zeigen, was ich schon so alles gemacht habe. Meine Fotos habt ihr schon gesehen, auf der Projekt-Seite findet ihr meine Webdesigns. Ähnlich wie die Fotos sehr einfach gehalten, für jedes Projekt einen kleinen Kasten mit Screenshots (als Slideshow, probiert's aus), Titel und Datum.

Ich habe überlegt, ob ich mehr zeigen soll oder ob ich noch mehr dazu schreiben sollte. Ich hab's nicht getan. Wichtige und/oder gute Projekte kann ich ja auch hier im Blog erwähnen.

Über

Nächster und letzter Punkt in der Navigation ist die Über-Seite. Und Über-Seiten sind schwer zu schreiben! Jedenfalls für mich. Also habe ich mich entschieden, alles eher stichwortartig zusammen zu fassen. Vielleicht findet ihr ja etwas wichtiges über mich darin.

Technik Technik Technik

Bisher habe ich mich ja zurück gehalten, aber jetzt will ich auch etwas zu der Technik sagen, die das Ganze hier antreibt. Angetrieben wird alles von einem kleinen, übersichtlichen und genialer-weise auf Textdateien basierenden CMS namens Stacey. Schaut es euch an, es ist cool. Ich habe auch schon einige kleine Teile zu der Entwicklung von Stacey beigetragen, zu sehen in meinem Fork auf Github.

Web-Tech­no­logie-tech­nisch bin ich gerade auch auf ziemlich aktuellem Stand. Obwohl ich wirklich wenig Features davon benutze, ist diese Seite z.B. schon HTML5, benutzt ein paar Microformats hier und da und sollte eigentlich sogar nach diesen Standards validieren. Etwas mehr Gebrauch mache ich dagegen von CSS3. In jedem halbwegs aktuellen Browser werden so u.a. ein paar Fonts geladen (Graublau Web und Droid Serif) und einige Dinge ganz nett animiert. Außerdem haben in den "guten" Browsern die Header-Grafik und der weiße Inhaltsbereich einen Schatten, desweiteren ist das Foto auf der Startseite etwas geneigt.

Fazit

Schön, wieder etwas neues zu haben. Ich hoffe euch gefällt es auch. Über jegliche Kommentare würde ich mich sehr freuen, schreibt mir einfach auf Twitter oder per Mail.

Das Selbst aus dem Selbst? tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/das-selbst-aus-dem-selbst/ 2010-08-10T23:33:15+10:00
Ein Essay für Erziehungswissenschaften in der Oberstufe

Eine der grundlegenden Fragen der Philosophie — und damit der Menschheit — ist die Frage nach der Selbstbestimmtheit des Menschen. Wie kommt es, dass wir anscheinend einen freien Willen haben und entscheiden können? Ist es etwa so, dass wir nur von verschiedenen Seiten beeinflusst und geprägt werden und entsprechend eines inneren Bauplans handeln (biologistischer/Anlage-bestimmter Ansatz)? Oder ist es so, dass wir auf Grund von Erfahrungen mit unserer Umwelt bestimmte Mechanismen gelernt haben und bei jeder »Entscheidung« nur auf diese Liste von Erfahrungen zurückgreifend und diesen entsprechend handeln (behavioristischer/Umwelt-bestimmter Ansatz)? Oder spielen beide Faktoren eine Rolle (Interdependenz)?

Doch wo ist in all dem Platz für ein Maß an Selbstbestimmung, dass dem Menschen Entscheidungsfreiheit gibt und ihn nicht nur als Marionette seiner Selbst (seiner Anlage und seiner Umwelt) dastehen lässt? Ich jedenfalls würde mich gerne als frei handelnde und möglichst unabhängige Person betrachten können statt nur als mechanistischer Apparat, der — von Anlage oder von der Umwelt — beeinflusst wird und demnach deterministisch reagiert statt selbstständig agiert.

Der Titel dieses Essays stellt die Frage nach dem »Selbst« aus dem »Selbst«. Doch was ist das »Selbst« — und was bitte ist das »Selbst« aus diesem »Selbst«?

»Selbst« ist ein nur schwer zu definierender Begriff, der in vielfältiger Weise gebraucht und näher betrachtet immer anders gemeint wird. Einem englischen Wörterbuch zufolge beschreibt er eine »individuelle Person1 als Objekt ihres eigenen reflektierenden Bewusstseins«2; doch eben dieses »reflektierte Bewusstsein« ist es, das sich weder eindeutig bestimmen noch erklären lässt, da es nach eben dieser oben erwähnte Selbstbestimmtheit fragt. Dieses »Selbst« entspricht dem ersten im Titel genannten »Selbst«; das zweite »Selbst« verweist auf die von außen sichtbare »Persönlichkeit« als Merkmal (bzw. Ansammlung von Merkmalen) einer Person.

Zur einfacheren Betrachtung lässt sich der Titel nun zunächst einmal umformulieren in: »Gibt es Selbstbestimmung in der Persönlichkeit?«.

Auf diese Frage versuchten und versuchen Menschen schon lange eine Antwort zu finden, so auch die Vertreter bekannter Theorien (vgl. oben). Stellen wir uns die Frage nun also einmal gestellt an diese Theorien vor.

Soziologie

Beginnen wir mit der Soziologie — bietet sie eine Antwort auf diese Frage?

In ihrer klassischen Form geht die Soziologie zunächst einmal nicht vom Menschen an sich, sondern von der Gesellschaft, aus. Das Individuum wird nur als ein Teil des größeren Kollektivs betrachtet. Ein solches Individuum — von Ralf Dahrendorf im Jahre 1958 liebevoll »homo so­cio­logi­cus« getauft — ist gänzlich von der Gesellschaft bestimmt und beeinflusst. Ein solches Individuum lebt nur, um in der Gesellschaft zu funktionieren (vgl. Parsons, Newcomb: Strukturfunktionalismus), doch es lebt damit auch in einer Gesellschaft, die sich nicht verändern kann.

In einer solchen Theorie ist also die Selbstbestimmung des Menschen ausgeschlossen — er wird ja vollständig von der Gesellschaft bestimmt.

Unter anderem aus einem solchen Grund beschreibt George Herbert Meads Theorie diese Aspekte nicht von einer abstrakten Gesellschaft ausgehend, sondern sieht die Gesellschaft in Abgrenzung dazu durch die Interaktion einzelner Handlungsträger geprägt an (symbolischer Interaktionismus). Ferner ist das Selbst als Ausdruck der Persönlichkeit (»Self«) nach Mead eine Zusammensetzung der Bestandteile »I« und »Me«. Dabei ist ersteres die Instanz der Persönlichkeit, welche sich als »vorsozial« und »impulsiv« beschreiben lässt, welche nicht von der Gesellschaft geprägt, sondern — vorsichtig ausgedrückt — zur biologischen Grundausstattung des Menschen gehört. Das »Me« dagegen ist jene Instanz, welche reflektiert das Verhalten von sich und anderen betrachtet, gesellschaftliches Handeln bewirkt und Pflichten zu erfüllen versucht. Persönlichkeit — unser »zweites« Selbst — ist demnach eine Art sich ständig ändernder Zustand, also ein Prozess, der aus dem Zusammenspiel von »I« und »Me« entsteht.

Der Faktor der Selbstbestimmung — unsere Ursprungsfrage — wird von Mead wohl am ehesten im impulsiven »I« beschrieben. Dieses »I« ist jedoch für ihn eine unbestimmbare und unberechenbare Größe, die einem fast wie eine Blackbox vorkommt. Eine nicht allzu befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Eigenen der Persönlichkeit — aber definitiv an Zugeständnis an ihre Komplexität.

Biologie

Für einen radikalen Biologen ist ein solches Modell vom impulsiven »I« Anreiz genug, der Sache mit dem Mikroskop einmal auf den Grund zu gehen — schließlich ist der Mensch ja doch nur eine Ansammlung von Zellen. Besonders in der heutigen Neurobiologie ist es ein beliebter Ansatz, zu testen, welche Hirnströme welches Verhalten bestimmen. Verfolgt man diesen Gedanken ein wenig weiter, so kommt man zu dem Schluss, dass die Entwicklung des Gehirns durch die Erbanlagen bestimmt ist — und damit die potentielle Persönlichkeit eines Menschen auch in dieses enthalten ist.

Natürlich ist es schwer zu begründen, dass die Bedienung eines Computers, der zur Zeit der Geburt des Menschen noch nicht erfunden war, in der Anlage dieses Menschen vorgegeben ist. Doch das ist auch nicht nötig, denn sieht man diese Anlage als eine Art »Bauplan«, so ist es einleuchtend, dass dieser Bauplan doch in gewissem Maße von Umwelt beeinflusst werden kann; somit wird durch die Umwelt nur bestimmt, was sich wann entwickelt, aber nicht, wie es sich entwickelt (Prägung, vgl. Lorentz).

Diese Theorien führen im Endeffekt jedoch alle zu ein und demselben Ergebnis — alle Persönlichkeitsmerkmale werden ausschließlich physiologisch betrachtet und begründet. Demnach ist menschliches Verhalten mechanistisch und letztendlich determiniert — für Selbst­be­stim­mung ist in der DNA kein Platz.

Psychoanalyse

Doch fahren wir fort und stellen die Frage nach dem Ureigenen der Persönlichkeit einem Psychologen, genauer einem Psychoanalytiker, der in etwa das Strukturmodell der Psyche nach Freud vertritt.

So ist diese Wissenschaft dadurch bekannt geworden, dass sie dem Menschen zunächst einmal ein exklusives Bewusstsein abspricht und ihm aufzeigt, dass seine Psyche auch unbe­wusste Teile enthält, von denen die jeweilige Person per se keine Kenntnis hat. Nach Freuds Strukturmodell der Psyche ist es das »Ich«, welches wir als Persönlichkeit bezeichnen; dieses ist jedoch »nicht Herr im Haus« (der Psyche), sondern muss durch seine Fähigkeit, die Realität einordnen zu können, zwischen den Trieben des »Es« und den Ansprüchen der Gesellschaft/Moral (»Über-Ich«) ständig neue Kompromisse finden, um Handlungen ausführen zu können.

Bevor wir also unsere Leitfrage an dieses Modell stellen können, müssen wir zunächst einmal festlegen, wie es um die Selbstbestimmung in den einzelnen Teilen der Psyche steht. Das »Es« verkörpert die evolutionären/biologischen Triebe »Libido« und »Destrudo« und agiert bevorzugt unbewusst — demnach lässt sich sagen, es ist definitiv kein selbstbestimmter Faktor der Psyche. Das »Über-Ich« beinhaltet die von der Gesellschaft (vor allem durch Erziehung) verinnerlichten Werte und Moralvorstellungen — auch keine selbstbestimmende Instanz.

Allein das »Ich« könnte also das »Eigene« der Persönlichkeit ausmachen. Dieses Ich ist auch der Punkt in weiterentwickelten psychoanalytischen Theorien, wo das Selbstbild eines Menschen enthalten ist. Das alles ist jedoch nach wie vor nichts weiter als die Beschreibung einer Instanz, welche nur durch die beiden fremdbestimmten Faktoren der Triebe und der gesellschaftlich-angepassten Vorstellungen vermittelt — wodurch sie letztendlich nicht selbstbestimmt sein kann.

Fazit

Es mag verblüffend klingen, aber jede der hier betrachteten Theorien sieht konsequent durchdacht keine definitive Selbstbestimmung — keinen freien Willen — des Menschen vor. Wo sonst ein möglicher dritter Faktor (neben Anlage und Umwelt) ausgeschlossen wird und wo selbst modernere Theorie, wie die Hurrelmanns, nur eine Autonomie des Menschen3 postulieren können, verfügt das Modell Meads jedoch mit dem »impulsive I« zumindest über die Möglichkeit, den »freien« Willen des Menschens in einer Weise zu retten.

Das »I« ist nach Mead unter anderem nämlich ein Faktor, der spontan und unbestimmt ist. Damit ist diese »freie« Instanz der Persönlichkeit eben nicht der bewusste und reflektierende, sondern der — vermutlich übertrieben ausgedrückt — zufällig agierende Teil der Persönlichkeit.

Philosophisch betrachtet ist dies höchst interessant. Dort gibt es vorherrschend vier Möglichkeiten bezüglich der Frage nach Determinismus, bei denen jeweils die Wirklichkeit deterministisch ist und/oder Willensfreiheit nur eine Illusion. Wie sieht es jedoch mit einer »Willensfreiheit« durch Zufall aus? Ist »Willensfreiheit« vielleicht nur durch den Faktor des Zufalls zu begründen?

Bisher konnte auf diese Fragen in der Philosophie keine Antwort gefunden werden und es ist höchst fragwürdig, ob das jemals der Fall sein wird.

Als Ausblick ist jedoch noch hinzuzufügen, dass der Zufalls-Faktor in der Physik — besonders der Quantenmechanik — für umfangreiche Interpretationen gesorgt hat. So wird von vielen (z.B. Bohr und Heisenberg) gesagt, dass die nur zufälligen möglichen Voraussagen der Quantenmechanik (und Thermodynamik) Beweis dafür sind, dass die Welt eine nicht deterministische ist4. Jedoch war und ist dies auch als Möglichkeit aufgefasst, dass wir nicht nur in einer Raumzeit leben, sondern verschiedene scheinbar zufällige Ereignisse oder gar freie Entscheidungen tatsächlich nur eine Dimension der Wahrscheinlichkeit definiert5.

  1. eine Person muss interessanter Weise nicht einmal unbedingt ein Mensch sein; so können z.B. auch Haustiere (oder jegliche andere Form von Intelligenz — vgl. philosophische Auseinandersetzungen in verschiedenen »Star Trek«-Serien bezüglich Androiden und Hologrammen), die einen bestimmten Einfluss durch ihr Verhalten auf ihre Umwelt haben, als Personen betrachtet werden. (↩)
  2. vgl. Wiktionary: Self (↩)
  3. trotz der Basis zweier fremdbestimmter Faktoren (hier: innere/äußere Realität, bzw. Anlage/Umwelt). (↩)
  4. vgl. Wikipedia: Kopenhagener Interpretation (↩)
  5. vgl. »Viele-Welten-Theorie« oder auch »Per Anhalter durch die Galaxis« von Douglas Adams (↩)
Ich mag schlechte Fotos. tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/ich-mag-schlechte-fotos/ 2010-07-01T00:33:26+10:00

Ich finde schlechte Fotos eigentlich ziemlich cool. Und mit “schlecht” meine ich (fälschlicherweise) “technisch schlecht”.

Letzten Freitag habe ich mir die iPhone App “Hipstamatic” gekauft, die mit dem Slogan “Digital Photography Never Looked So Analog” beworben wird und eine alte Plastikkamera aus England in digitale und mobile Zeitalter bringt. Kurz gefasst, man öffnet die App, wählt Linse-/Film-/Blitz-Modul aus, schaut durch den “Sucher” (aufs Display) und macht ein Fotos, welches dann (relativ zeitaufwendig) so “entwickelt” wird, dass es direkt mal 30 Jahre älter aussieht.

When You Think Of It As 'Summer' Floating Spring Searching For The Prince The Gist Of It All

Und ich muss sagen, dass mir diese Art zu fotografieren wirklich zusagt. Ich glaube, ich würde auch gerne mit einer originalen Plastik-Kamera (bzw. einer Lomo) fotografieren, wobei natürlich die iPhone-Variante einige Vorteile hat. So kostet sie weniger, ist etwas kleiner und man hat sie sowieso dabei.

Ich finde, diese Fotos haben ihren Charme durch ihre größte Schwäche: Imperfektion. Bei den Fotos kann es gar nicht darauf ankommen, mit einer möglichst teuren Kamera ein möglichst perfektes Abbild der Wirklichkeit zu schaffen. Es ist die durch Imperfektion erzwungene Interpretation, die eine solche Kamera und ein solches Foto so wirkungsvoll machen.

Zum einen muss der Fotograf sich nicht nur darauf einlassen, dass das, was er sieht, kaum genau so abgebildet wird, und muss deswegen eher erahnen, was die Kamera sieht, um dem Foto die Wirkung zu geben, die es haben soll. Jedes Foto wird einzigartig. Jedes Foto ist ein Versuch, aus der Wirklichkeit, wie wir sie sehen, auszubrechen. Er hat limitierte Möglichkeiten, bestimmte Dinge besonders herauszustellen, aber er kann versuchen, durch geschickte Komposition und Perspektive den Kern seines Motivs aus Bild zu bannen. Im Gegensatz zu herkömmlicher Fotografie ist das alles, was ihm übrig bleibt.

Zum anderen wir der Betrachter nicht einfach eine abgebildete Szene seiner Umwelt zu sehen bekommen. Viel mehr bekommt er einen stark subjektiven (und absichtlich) manipulierten Eindruck, den er erst verstehen und dann zu deuten hat.

Eine wachsende Sammlung von Hipstamatic-Fotos findet ihr in diesem Set.

Sind Toaster destruktiv? tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/sind-toaster-destruktiv/ 2010-06-28T21:47:32+10:00

Der folgende Text ist meine Literatur-Hausaufgabe für den 11. Mai 2009, Aufgabe war das Verfassen einer Satire zu einem beliebigen Thema. Natürlich musste dafür der von mir schon für das Gesamt-Projekt des Literatur-Kurses vorgeschlagene Einfall von destruktiven Toaster herhalten.

Eine Erörterung über den generealisierbaren Nutzen der Toaster

Toaster verbrauchen Strom. Sie halten das Frühstück auf, verzögern es um die kostbaren Minuten, in denen der Kaffee kalt wird. Und was tun sie in dieser Zeit, außer Strom zu verbrauchen? Sie verbrennen Nährstoffe, sie schmelzen sie förmlich aus dem Essen und rösten es dazu auch noch unangenehm.

Aber nicht nur das. Toaster gehören nämlich auch noch der Sorte von Geräten an, die immer genau dann kaputt gehen, wenn man sie unbedingt braucht. Z.B., wenn man nur noch Toastbrot im Haus hat. Oder wenn man dem Gast just eine Minute zuvor ein echtes Hawaii-Toast versprochen hat, obwohl der Backofen schon seit Monaten funktionsuntüchtig ist.

Daraus lässt sich nicht nur schließen, dass Toaster ziemlich unnütz zu sein scheinen, nein, ich würde sogar sagen, sie sind überdurchschnittlich, ja sogar exor­bi­tant schäd­lich für jede huma­no­ide Lebens­form, welche sich in einer Gesellschafts­form wie der unseren befindet!

Aber! Das darf man natürlich auch nicht gleich so ernst nehmen. Denn wir wollen ja nicht direkt die Weltwirtschaft vernichten! Wenn man sich nämlich die Lagen eben dieser Weltwirtschaft mal ansieht, dann stellt man schnell fest, wie wichtig Toaster und deren Produktion doch sind.

Würden keine Toaster mehr gekauft werden, käme es ziemlich schnell zu einer globalen Arbeits­losen-Krise, wie wir sie uns so gar nicht vorstellen können, und die so schlimm wäre, dass, selbst wenn wir die Wirtschaftskrisen der letzten 80 Jahre im Zeitraffer auf 30 Sekunden gepresst erleben würden, wir immer noch nur ein Bruchteil dieser Toaster-Krise begriffen hätten.

Man muss sich nur einmal vor Augen führen, wie viele Menschen an dem Design, Marketing, Konstruktion, Verpackung, Transport, Verkauf und schließlich Entsorgung eines einzelnen Toasters beschäftigt sind! Es wären mit einem Mal so viele Menschen arbeitslos, dass nicht einmal die Waschmaschinen-Branche irgendeine Chance hätte, diese Krise aufzufangen.

Was aber noch viel Schlimmer wäre: Mit diesem Toaster-Boykott würde natürlich alles nur anfangen! Sind Toaster erst abgeschafft, steht es auch um Mixer und Mikrowellen nicht sonderlich gut, da z.B. die durch den Toaster-Boykott arbeitslos gewordenen Menschen sich diese Luxusartikel nicht mehr leisten könnten.

Wodurch natürlich ganz nebenbei auch noch einige Versicherungen, deren Sub-Konzerne und auch einige Staaten pleite gehen würden. Wodurch natürlich noch mehr Menschen arbeits- und chancenlos würden. In diesem Stile würde sich das ganze noch weiter fortsetzen, bis keiner mehr Plasma-TVs oder sogar Cinch-auf-Klinke-Stecker mehr kaufen würde -– und es auch nicht mehr könnte, weil dieser Industriezweig einfach so wegbrechen und tiefe Wunden hinterlassen würde.

Daher sollte man sich heutzutage um seine eigene Gesundheit, oder auch nur um seine Küche, nicht so ernsthaft sorgen -– auch Bio-Toast ist da keine Lösung. Denn wie soll man wirklich die Wirtschaft unterstützen, wenn man am Ende doch noch 40 Jahre von einer mickrigen Rente leben muss und sich wieder nur normalen Toast leisten kann, und das, wohlgemerkt, auf Kosten des Staates! Das will doch auch keiner. Wenn ich Sie wäre, würde ich mir jetzt vermutlich einen neuen Toaster kaufen. Oder wenigstens ein neues, 48-teiliges Geschirr-Set. Oder so was.

Der Professor tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/der-professor/ 2010-08-10T23:32:34+10:00

Der folgende Text ist meine Literatur-Hausaufgabe für den 27. April 2009, Aufgabe war die Beschreibung einer (fiktiven) Person. Außerdem würde er sich gut als Anfang eines Buchkapitels eignen, wie ich finde.

Die Tür öffnete sich und eine Dame blickte mir entgegen. Ich war noch etwas gedankenverloren, verstand aber dann, dass sie mich bat, in das Zimmer einzutreten. Ich stand auf, ging durch die Tür und schloss sie hinter mir.

In dem Zimmer fiel mein Blick nach etwas Umherschweifen zunächst auf einen Schreibtisch, welcher etwas unerwartet in die linke Ecke des Raumes gerückt war, sodass ich beim Eintreten zunächst gegen das helle Fenster blickte, vor dem sich jedoch nichts befand, und erst dann den schweren Eichen-Tisch entdeckte, der sich in eben jenem linken, schattigen Bereich befand und wodurch somit sowohl vor wie auch hinter dem Möbelstück viel zu wenig Platz zu sein schien. Die Gestalt, welche ich hinter dem Tisch nur erahnen konnte, schien sich in diesem kleinen schattigen Bereich weder wohl zu fühlen, noch in Erwägen ziehen zu wollen, den sonnigen Bereich des Raumes zu nutzen — das Fenster erleuchtete auch an diesem späten Nachmittag noch die komplette Mitte wie auch die gegenüberliegende Seite des Zimmers.

Die Person selbst kam mir klein und schlank, fast schon mager vor, und während ich durch den Raum auf einen Stuhl an der anderen Seite des beschriebenen Tisches zuschritt, konnte ich erst sein fast konturloses, fahles Gesicht erkennen. Er trug eine kompakte, silberne Brille, die jedoch mit ihren relativ dicken, dunklen Metallrändern seine Augenpartie besonders betonte und auch die rundliche, fast etwas gestaucht geformte Nase etwas verbarg, sodass sie mir erst auf den zweiten Blick so vorkam. Seine Stirn lag in tiefen Falten und seine dunklen Augenbrauen kamen trotz der Brille noch gut heraus. Mit seinem leicht gräulichen und dennoch dunklen Haar und seiner fahlen, rauen Haut schätzte ich ihn auf Anfang Sechzig, doch er könnte auch noch viel älter sein. Er trug ein dunkelblaues Hemd, was jedoch durch die Beleuchtung keineswegs seine volle Farbsättigung zeigen konnte und eher im Kontrast zu seiner hellen Haut stand. Seine zierlichen Arme, Hände und Finger lagen unauffällig auf dem massiven Tisch und wollten wohl jede Aufmerksamkeit von sich ablenken und so auf das ernste, aber erfahren aussehende Gesicht hindeuten.

Der Professor lächelte. Sein schmaler Mund formte von der linken oberen Seite in einem schon fast so unnatürlichen Winkel über einen Punkt nur knapp über seinem flachen Kinn eine Kurve zur oberen rechte Seite hin, dass mich dieser Anblick — und die Komik, dass dieser Ausdruck kaum zu dem sonst sehr seriösen Auftreten des Professors passt — selbst zum Lächeln brachte. Ich ließ mich auf dem Stuhl nieder.

"Ich hörte, sie haben eine Entdeckung gemacht, in den letzten Tagen, Herr Professor?", begann ich das Gespräch.

Minimal. (Neue Portfolio-Seite) tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/minimal-neue-portfolio-seite/ 2010-07-12T03:32:42+10:00

Pascal Hertleif Portfolio 2009.png

Eine typische Samstag-Nachmittag-Aktion. Mal eben die Portfolio-Seite neu gemacht.1

Pascal Hertleif.png

Also ganz kurz. Die Idee war, der Seite eine klare Aussage zu geben. Jeder sollte auf den ersten Blick erkennen, was ich mache. Und die Seite sollte durch meinen Namen in Handschrift gekennzeichnet sein, weil ich die besonders schön finde um ihr etwas Persönliches zu geben2.

Dazu habe ich eine Schriftart gesucht, welche ich für den Rest des Textes verwenden kann und welche nicht jeder kennt. Fündig wurde ich hier auf Praegnanz mit “Graublau Web”, welche ich sogar via @font-face einbinden kann3. Das “&” ist übrigens in “Baskerville”, weil es da so schön aussieht, und die Farbkombination hieran angelehnt.

Wie gefällt euch das Design?

  1. Eigentlich wollte ich jetzt auch total viel dazu schreiben, aber ich dachte mir dann nach den ersten 500 Wörtern, dass das nicht so gut zu einer so minimalistischen Seite passen würde. (↩)
  2. Wer möchte und sich auskennt, kann meine Handschrift auch gerne analysieren, ich wäre an den Ergebnissen aber auch interessiert. ;) (↩)
  3. D.h., ihr braucht dringend einen coolen Browser, nur um euch diese schöne Schrift auf meiner Seite anzusehen. Also mit Safari 4 funktioniert es einwandfrei. (↩)
Konsequenzen als Gott tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/konsequenzen-als-gott/ 2010-06-28T21:45:38+10:00

Der folgende Text ist meine Literatur-Hausaufgabe für den 9. Januar 2009, bezüglich Schreibideen nach dem Hören eines Ausschnittes von “Frankenstein” von Mary Shelley1. Update noch kurz vor dem Veröffentlichen: Die heutige Sitzung ist ausgefallen. Aber egal, ich wünsche euch viel Spaß mit dem recycelten Inhalt.

Über Frankensteins Monster wurde schon viel diskutiert. Wie es laufen gelernt hat, was es wohl bevorzugt essen wollte, ob sein erstes Wort „Mama“ war, etc. pp. Auch ein bekanntes Diskussionsthema war die Frage nach dem Recht, mit dem Frankenstein dieses Leben erschaffen hat. Durfte er das einfach so? Sollte man Kindern verbieten, dass zu Hause nachzumachen?

Was jedoch meiner Meinung nach immer wieder vernachlässigt wurde, sind die Konsequenzen, die man zu tragen hat, wenn man dann so ein Monster hat. Frankenstein hatte es da ziemlich leicht; er wusste, dass sein Monster nicht kompatibel zur Gesellschaft ist und hatte somit keine Gewissenskonflikte, es zu jagen.

Aber wie ist es, wenn Menschen Wesen erschaffen, die sich in das Zusammenleben der Menschen integrieren und einmal Bestandteil dessen sein sollen? Wer ist verantwortlich, wenn ein gen­mani­pu­lierter Brief­träger-Ro­boter-Hund™ (GBRH2) 2042 aus unerklärlichen Gründen in einem Dorf alle Briefkästen vernichtet? Gibt es dann neben einem Einbruch der Post-Aktie noch gerichtliche Folgen gegen den Erschaffer/Produzenten/Verkäufer des Hundes?

Bei Kindern ist das heute mehr oder weniger gut geregelt. Einmal durch die Kindheit selbst, und dann noch durch die Eltern, die haften. Also ist es einem Kind zunächst einmal kaum möglich, Briefträger zu werden; und, sollte es das Kind trotzdem schaffen, und dann nach drei Häusern keine Lust mehr haben und mit seinem Fahrrad die Briefkästen demolieren, haften die Eltern (zum deren Glück ist ein normales Kind auch meistens nicht so schnell und effektiv bei der Destruktion dieser Briefkästen wie ein GBRH).

Nur, wer sind denn die Eltern von unserem GBRH? Und, werden GBRHe irgendwann volljährig bzw. als selbstständig anerkannt?

Darin liegt wohl auch der Knackpunkt der Sache. Wenn Menschen erwachsen, volljährig und vielleicht sogar Teil der Gesellschaft sind, sind sie für sich selbst verantwortlich. Zumindest sehen andere Mitglieder der Gesellschaft diesen Menschen als selbständig an und machen ihn für jede einzelne seiner Taten verantwortlich3. GBRHe dagegen sind bisher ungeprüft im Bezug auf ihre Akzeptanz von Nachsagen schlechter Taten durch Dritte und damit kann bisher keine klare Aussage getroffen werden, ob sie in der Gesellschaft nicht für Probleme sorgen würden.

Aber schauen wir uns doch einmal an, wie Gott das so mit uns Menschen geschafft hat. Ein Großteil der Menschheit glaubt, Gott sei unser Erschaffer/Produzent/Verkäufer, daher können wir ihn im Bezug auf uns sicher als gutes Vorbild für uns im Bezug auf GBRHe nehmen. Also, ist Gott verantwortlich?

Die ein­deu­tige Ant­wort ist: Viel­leicht. Also entweder wir Menschen sind frei und können machen was wir selbst wollen, d.h. Gott ist nicht verantwortlich, oder wir sind es nicht, alles ist vorbestimmt und Gott trägt die Verantwortung. (Oder irgendwas dazwischen, aber das kann man noch weniger nachweisen, also lassen wir das mal aussen vor.) Da sich aus letzterem Ansatz automatisch ergibt, dass er auch schon bestimmt hat, ob wir für GBRH verantwortlich sind, oder nicht, und wir das nur noch nicht erfahren haben, bzw. Gott im Prinzip dann auch wieder für GBRHe verantwortlich ist.

Da wir jedoch aus anderen Wissenschaft wissen, dass die Lösung, die am einfachsten erscheint, im seltensten Fall auch die richtige ist4, sollten wir auch überprüfen, was sich aus ersterem Ansatz ergibt, der menschlichen Freiheit.

Denn wenn Gott will, dass wir Menschen frei sind, ist es bestimmt auch in seinem Sinne, GBRHen die Chance auf ein eigenes Leben nach ihren Vorstellungen zu geben. D.h., GBRHe wären frei, und nicht irgendwelchen Menschen unterstellt.

Problematik hier wäre jedoch nicht das allgemeine Prinzip der Freiheit, sondern eher die Tatsache, dass viele der Meinung sind, dass man mit freien und selbstständigen GBRHen in „Teufels Küche“ kommt, womit der eben erwähnte Wille Gottes jedoch wieder in Frage gestellt wird, und keine klare Resolution möglich scheint.

Schlussendlich lässt sich also feststellen, dass es keine leichte Entscheidung ist, wie man mit einem selbstgeschaffenen Monster umgehen will/soll/muss. Daher kann ich zur Zeit nur empfehlen, die An- bzw. Erschaffung eines solchen auf „später“ zu verschieben, da diese Fragestellung wesentlich einfacher zu klären ist, sobald eine Regelung im Bezug auf Aliens existiert, sodass man statt theologischen Irrwegen einen direkten Vergleich durch zwei bis drei Wurmlöcher hinweg ziehen kann.

  1. Lest euch mal bei Wikipedia was über den Roman durch, wenn ihr das Original mit der Original-Story nicht kennt. (↩)
  2. Ein beispielhafter Vertreter Frankenstein‘scher Monster. (↩)
  3. Zumindest für jede schlechte Tat, für jegliche gute Taten sind sie nach eigenen Aussagen meistens selbst verantwortlich. (↩)
  4. vgl. Murphys Gesetz (↩)
So mit der Zeit… tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/so-mit-der-zeit/ 2010-06-30T07:07:59+10:00

Wie ich letztens schon einmal beschrieben hab, kann man immer wieder bei sich selbst eine Entwicklung in eine bestimmte Richtung erkennen, hin zu etwas Neuem, weg von Altem. Und da 2009 jetzt schon ganz gut angefangen hat (vgl.), möchte ich heute einen ganz persönlichen Rückblick machen über meine Fotografie im Laufe der Zeit. Und wenn dir das hier zu viel Text ist: Es reicht auch, wenn du dir nur die Bilder anschaust!

Um eins vorweg zu nehmen: Natürlich sind meine aktuellen Fotos besser als die vor zwei Jahren. Das liegt vor allem an diesem Moment, wo mir klar wurde, dass ich nicht einfach nur Schnappschüsse machen will, die mir etwas sagen, sondern meine Fotos und deren Bedeutung an alle Menschen gerichtet sein soll. Ich weiß nicht wie man das nennt, aber es gibt einen Begriff (in der Pädagogik, wenn ich mich nicht täusche) für die Entwicklung von einem selbst (innen) hin zu seinen Mitmenschen (außen)1. Das ist in etwa auch meine Entwicklung.

Insgesamt möchte ich vier Fotos von mir zeigen/besprechen, von Juni 2007, von Januar 2008, von Juli 2008 und von Dezember 2008 (weil ich Januar 2009 noch keine Fotos gemacht habe). Kurze Vorab-Info aber noch: Mein fotografischer Stil hat sich zwar im Lauf der letzten 1,5 Jahren gewandelt, ich greife aber nur auf meine Fotos bei Flickr zurück, und diese habe ich Mai 2008 erst hochgeladen und nach meinen damaligen Kriterien ausgewählt.

Beach (by Pascal Hertleif)

Dieses Foto habe ich vor 1,5 Jahren sehr ausdrucksvoll “Beach” genannt und es zeigt auch genau das: Eine Strandlandschaft. Ich bin immer noch verdammt stolz auf diese Aufnahme, weil sie nicht nur in den ersten Tage mit meiner Canon 400D entstanden ist, sondern auch der erste Urlaub war, in dem ich bewusst nicht nur Erinnerungs-Fotos machen wollte. Das Foto an sich überzeugt meiner Meinung nach vor allem durch das Motiv und die Bildaufteilung, aber das ist natürlich äußerst subjektiv. Rückblickend finde ich die Wahl des Horizonts in der Mitte (bewirkt relativ ruhige Stimmung), die Positionierung des Menschen etwa im goldenen Schnitt und den Übergang von Meer zu Strand in etwa selbem Abstand zum Horizont wie oben die Wolken zu diesem doch schon ziemlich passend.

Nur, man muss ja ehrlich bleiben, habe ich auf all das beim Blick durch den Sucher nicht geachtet, denn das Motiv war für mich gut genug, um es das Foto auch gut sein zu lassen, also habe ich kurz durch den Sucher geschaut und genau ein Foto gemacht. Und technisch einwandfrei ist auch anders, denn in 1:1 Ansicht erkennt man ziemlich gut, dass 1/125s hier eindeutig zu wenig und f/22 viel zu viel war, der Fokus liegt zudem nicht auf der Person unten links sondern irgendwo in den Wolken, was dem an sich guten Motiv schon wieder viel nimmt. Ich muss sagen, ich war wirklich noch nicht sonderlich vertraut mit der Kamera, und darf schon glücklich sein, dass so etwas rausgekommen ist! Auch interessant finde ich übrigens auch die Fotos, die ich etwa einen Monat später gemacht habe (siehe hier), der Unterschied ist nicht nur an den Motiven ziemlich erheblich.

Waiting For Dusk In Line (by Pascal Hertleif)

Das nächste Foto ist vom 12. Januar 2008. Zu dieser Zeit hatte ich im Prinzip die selbe Ausrüstung wie heute. Dezember 2007 habe ich mein Tokina ATX 2,8/100 Makro gekauft, im Januar meinen Gorillapod und einen Polfilter. Seit dem habe ich (außer einer 16GB CF-Karte) nichts mehr angeschafft für meine Kamera. Will sagen: Die Technik habe ich seit einem Jahr nicht verbessert, maximal deren Einsatz.

An dem Foto fallen mir spontan zwei Sachen auf: Wie ganz viele Foto aus dieser Zeit zeigen sie wenig, im Sinne von wenig Fläche/Raum (dieses Foto habe ich z.B. mit 200mm, sprich: 320mm auf Kleinbild, aufgenommen). Und das Foto hat einen gezielten Schärfe-Verlauf (Fokus auf dem ersten Vogel, die anderen aber noch relativ scharf, Hintergrund nicht erkennbar), sowie einen Aufbau, in dem der vordere Vogel in einem Schnittpunkt des goldenen Schnitts befindet und sich das Geländer bzw die Vögel nach hinten entgegen der Blickrichtung fortsetzen, wodurch mit genug Fantasie eine Art von Spannung aufgebaut wird.

Aus heutiger Sicht würde wahrscheinlich den ganzen Ausschnitt um etwa die hälfte des Bildes nach links bewegen, sodass die Vögel nicht mehr komplett zu sehen sind (aber zu erahnen!) und man etwas mehr Freiraum hat, sich vorzustellen, worauf sie gucken.

Beautiful Lonelyness (by Pascal Hertleif)

Ein halbes Jahr später im Juli 2008 gab es einen ähnlichen “Bruch” in meinem Stil, teilweise bedingt durch meinen Sommer-Urlaub, der jetzt 100% den Anspruch erfüllen sollte, dass ich dort einen Haufen guter Fotos machen kann, und andererseits, weil ich mich wieder “dem großen Ganzen” widme, oder es mir zumindest so denke, also wieder Landschaften fotografieren will. Das passt natürlich ziemlich gut zu den Gegebenheiten in Bayern2.

Neben den Motiven habe ich vor allem versuche, bewusster an die Szenen heranzugehen, Perspektiven auszuwählen und meine Sichtweise zu erfassen. Und ich habe verdammt viel ausprobiert. Was dabei nicht zu vernachlässigen ist, ist die Tatsache, dass ich (durch die Beta von Lightroom 2 dazu motiviert) angefangen habe, Fotos bewusst nachzubearbeiten, um ihre Wirkung zu unterstreichen, oder ihnen eine ganz andere Wirkung zu geben. Das obige Foto beispielsweise gibt es auch in dieser Version.

God Of Trees (by Pascal Hertleif)

Mit den Fotos von Dezember 2008 ist es etwas schwierig. Ich war aus den üblichen Gründen (“kalt”) viel zu wenig draußen, um Fotos zu machen, und hab deshalb bis kurz nach Weihnachten entweder Weihnachtsmotive im Haus fotografiert (z.B.) oder “alte” Fotos nachbearbeitet. Alte Fotos? Nicht ganz, nämlich eigentlich genau die Fotos aus dem vorigen Abschnitt, also Fotos vom Sommer 2008. So hab ich sozusagen mit einer anderen Sichtweise ein paar alte Freunde wiederbelebt (wie diesen hier) und fertig für die Welt gemacht. Die eben noch angesprochene Nachbearbeitung habe ich dabei ziemlich auf die Spitze getrieben (wie hier, das Original war mal sehr anders).

Aber Ende des Jahres habe ich mir dann noch einmal etwas neues einfallen lassen, und mich ziemlich intensiv mit einer Wiese in meiner Nähe auseinander gesetzt (wobei ich besonders Wert auf die Komposition der einzelnen Element gelegt habe, und mich zudem mal an Photoshop heran getraut habe (vgl.: mehr Photoshop, Wiesen-Foto-Set).

Alles in allem eine spannende Entwicklung wie ich finde3, ich bin echt schon gespannt, was ich nächstes Jahr um die Zeit so von mir selbst sehen und denken kann4!

  1. Wobei ich aber klar stellen möchte, dass es natürlich einen Unterschied gibt, ob man mit seinen Fotos alle Menschen anspricht und sie auch allen zur Verfügung stellt oder es so macht wie einige große Künstler und die Werke erst (durch Zufall) nach dem eigenen Tod berühmt werden. Durch Letzteres hat man zwar im Alltag mehr Ruhe und muss sich nicht danach richten, welche Art von Kunst sich gerade gut verkauft, man hat aber auch effektiv den Nachteil, dass man durch seine Kunst gar nichts verdient und arm und unbekannt bleibt. So ist das Leben. (↩)
  2. Wobei ich auf der Mainau auch “mal eben so” 750 Makro-Aufnahmen gemacht habe. Aber die Mainau ist ja auch nicht in Bayern. (↩)
  3. Und ich finde es ehrlich gesagt umso spannender, weil ich immer wieder Sachen über mich herausfinde, die ich selbst nicht gewusst habe… Bald bin ich bei meiner Selbst-Betrachtung vielleicht sogar in der Gegenwart angelangt… ;) (↩)
  4. Ja, woher soll ich auch wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage? ;) (↩)
Weihnachtskarten tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/weihnachtskarten/ 2010-12-23T02:19:13+11:00

Weihnachtskarten, eines von jenen Dingen am Ende des Jahres, die sogar ich gut finde. Und das sogar aus mehreren Gründen! Hier kurz ein paar Gedanken von mir dazu plus ein kleiner “Bastel-Tipp”1!

Definition. Erstmal das ganz Grundlegende, damit jeder weiß, wo er dran ist. Weihnachtskarten, was sind Weihnachtskarten? Okay, nicht all zu schwer, das sind Postkarten/Brief-Karten/gebastelte Karten/Papierfetzen mit Weihnachtsgrüßen. Oft auch mit Illustrationen/Fotos zum Thema Weihnachten. (Nicht zu verwechseln mit Geburtstagskarten, diese zeichnen sich im Prinzip durch das selbe aus, nur dass sie Geburtstagsgrüße und Geburtstagsmotive haben.)

Weihnachtskarten und ich

Some More Green Chirstmas Collection The Indicator Like These Old Days

Was tut man mit Weihnachtskarten? Da muss man generell zweimal unterschieden, einmal zwischen Empfänger und Absender und einmal zwischen dem tatsächlichen Verfahren damit und der Intention dahinter. Allgemein schreibt und überreicht/schickt der Absender Weihnachtskarten, um dem Empfänger frohe Weihnachten zu wünschen. Intention ist aber meisten auch, dem Empfänger zu verdeutlichen, dass man noch existiert. Der Empfänger hat nun einige Möglichkeiten, mit der Karte zu verfahren. Falls ihm der Absender etwas bedeutet oder die Karte schön ist, wird er die Karte wohl zunächst einmal lesen. Gefällt ihm die Karte danach immer noch, könnte er sie irgendwo prominent in seiner Wohnung platzieren, oder falls dies nicht zutrifft oder dieses Vorgehen unmöglichen ist, legt er sie einfach auf einen Stapel zu den ganzen anderen (Weihnachts-)Karten die ihm nicht gefallen und/oder nichts bedeuten. Weihnachtskarten auf solchen (wachsenden) Stapeln werden auch “Dekomüll in leider nur annähernd 2-dimensionaler Form” genannt2.

Und warum findest du Weihnachtskarten dann bitte gut? Also wirklich, so abschreckend waren die Argumente doch nicht, oder? Oder, sagen wir so, wenn ich jetzt Weihnachtskarten schreiben will, habe ich meistens knapp drei Vorteile:

  1. Mir ist es vollkommen egal, was der Empfänger damit macht, ich will nichts damit verkaufen.
  2. Ich glaube fest daran, dass meine Weihnachtsmotive mehr aussagen als diese kitschigen Werbekarten oder die Teile, auf denen irgendwelche Kinder ihre Assoziationen mit Weihnachten illustrieren wollten. Zumindest sagen sie mir mehr, und dank Punkt 1 reicht das auch irgendwie vollkommen.
  3. Die Empfänger meiner Karten sind nett.

Das sagt auch schon eine Menge über meine Karten an sich aus. Aber nochmal zum Mitschreiben: Wie sehen denn Weihnachtskarten von mir aus?

Jedes Jahr anders. Dieses Jahr habe ich mir die Mühe gemacht und auf fast jede Karte ein individuelles Weihnachts-Foto (sowas) gedruckt und auf die Rückseite einen kleinen Text geschrieben, der zwar für viele Leute sehr ähnlich ist, aber im Prinzip weiß ja sowieso jeder, was ich mit der Weihnachtskarte sagen will (vgl. Definition oben).

So “bastelt”1 Pascal Weihnachtskarten

Weihnachtskarten-Vorlage

Lightroom kann relativ toll drucken3. Unter anderem so: Ein Foto, das etwas weniger als halb so breit und hoch ist wie die Seite, zweimal nebeneinander. Klingt kompliziert, sieht aber ganz simpel aus: Man hat zwei etwa 10×12 cm große Fotos auf einer A4-Seite. Schneidet man diese jetzt so aus, dass man zwei Streifen hat, die zur Hälfte mit Foto gefüllt sind, kann man diese ganz einfach knicken und dann aufstellen. So etwas wie eine horizontale, außen beschriftete Standard-Weihnachts-Karte.

Das ganze hat zwei Vorteile aus meiner Sicht: Auf der Vorderseite ist nichts als das Foto in einem schönen Format, das nicht so nach Postkarte aussieht, und auf der Rückseite ist nichts als der Text. Klar aufgeteilt und zudem: Man kann die Karte aufstellen und hinlegen!

Wie findest du die Idee und den Artikel?

  1. Wobei ich das leider in Anführungszeichen setzen muss, da es sonst nicht nur so aussieht, als müsste man dafür wirklich “Basteln”, sondern am Ende auch noch so, als würde ich gerne und vielleicht sogar öfters Basteln. () ()
  2. Nur “annähernd 2-dimensional”, da sie, wenn sie wirklich 2-dimensional wären, keine Höhe hätten und sie damit auf keinem Stapel stören würden. ()
  3. Was ich vermisse: Mehrere Motive auf eine Seite! Oder bin ich einfach zu doof dazu? ()
Kreativität: Lightroom Presets tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/kreativitaet-lightroom-presets/ 2010-08-10T23:31:37+10:00

Einen Haufen neuer Fotos geschossen, und du findest deine an sich guten Motive1 trotzdem etwas ausdruckslos? Das ist für mich der Punkt, wo ich mir in Lightroom links einmal den "Vorgaben"-Bereich (Presets auf engl.) ansehe.

Diese Vorgaben sind an sich nur eine Sammlung an Informationen über bestimmte Entwicklungs-Einstellungen von Lightroom, bspw. "Helligkeit: 131" oder "Objektiv-Vignetten-Korrektur: -50". Das hört sich jetzt nicht sonderlich kreativ an, aber man darf nicht unterschätzen, was mit dieses Werten alles möglich ist!

Wie man hier im Vorher/Nachher-Vergleich erkennt, hat das Preset dem Foto nicht nur den geringen Kontrast genommen und stattdessen die Konturen des Bodens und der Bäume im Hintergrund stark betont, sondern auch die Farbgebung des Bildes so verändert, dass es kälter, schärfer und etwas bedrohlicher wirkt. Durch das Preset ist es also mit einem Klick gelungen, die Stimmung des Fotos gänzlich zu verändern

Was man jedoch unbedingt bei dem Einsatz von Presets beachten sollte: Ein Preset kann kein Foto retten! Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich auf eine vermeidlich misslungene Aufnahme verschiedene Presets anwenden will, um doch noch etwas daraus zu machen. Vergeblich. Außerdem: Wenn man außer dem Anwenden des Presets an einem Foto nichts ändert, wird es selten besonders gut oder herausragend. Also: Nicht zu viel damit rumspielen, wenn man einmal Gefallen daran gefunden hat!

Life Style

Jetzt möchte ich euch noch ein paar meiner "Lieblings-Presets" vorstellen, welche allesamt kostenlos sind und ich seit einiger Zeit für meine Fotos verwende.

  1. "Wet Chrome": Gibt dem Foto starken Kontrast, Blau-Gelb-geprägte Farben und eine starke Vignette. Dieses Preset habe ich z.B. für das obige Vorher/Nachher oder für "Driving From Past Into Present" benutzt.
  2. 4x "Fantasy Presets": Hier bekommt man 4x mehr Kontraste, klare Farben, Vignette und einen leichten Fantasy-Look. Ich mag besonders die beiden Versionen von "400", womit ich Fotos wie "A Different Atmosphere" bearbeitet habe.
  3. Wo wir gerade bei "400" sind: "300" ist auch eine verdammt gute Sammlung mit drei Presets, welche den Stil von den Postern zum Film "300" nachahmen. Aber mit etwas Anpassung im Bezug auf Schwarz-Töne und Aufhelllicht kann man auch ganz "normale" Szenen damit interessant verändert, wie ich es z.B. bei "Life Style" versucht habe (s.o.).
  4. Und noch eine Überleitung, diesmal von "300" zu "Cinema": Diese vier Presets verleihen einem Foto (mit ausreichend Kontrastumfang) ein Aussehen, dass an "natürliches" HDR oder eben Kinofilme erinnert, jedes Preset in einer anderen Farbgebung und Stärke. Ein typisches Ergebnis davon (in Kombination mit selektiven Anpassungen) ist z.B. "Everyday".
  5. 5x "Creative Catalyst": Ziemlich starke, "kreative" Änderungen am Original, bei jedem der fünf Presets bekommt das Foto eine gänzlich andere Farbgebung, Sättigung und Kontraste. Da die Presets alle ziemlich krass auf meine Fotos wirken, schraube ich meistens noch eine Menge an den Grundeinstellungen, damit das Motiv nicht zerstört wird. Beispielsweise Framed Season habe ich mit dem "Creative Catalyst 15" Preset bearbeitet.

Das sind natürlich nicht die einzigen Presets, die ich einsetze. Eine sehr gute Quelle für mehr coole Vorlagen ist Presets Heaven, dort gibt es alle paar Tage ein paar neue.

Ich wünsche euch viel Spaß damit!

San Francisco Downtown Skyline

Update: Ich habe ein eigenes Preset gemacht (und veröffentlicht), namens Urban Style (Download). Ich habe es vor allem bei meinen Kalifornia-Fotos und im Längst-Format benutzt.

  1. Ich setze voraus: Motiv bescheiden = Foto bescheiden, Motiv gut + Bearbeitung gut = Foto gut
Nimm dir Zeit, gute Fotos auswählen tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/nimm-dir-zeit-gute-fotos-auswahlen/ 2010-08-07T02:07:49+10:00

Auch, wenn ich in letzter Zeit nicht sonderlich zum Fotografieren komme, möchte ich einen kleinen Tipp loswerden. Es hilft nämlich nicht nur, einen Haufen guter Fotos vom Shooting zu haben, man sollte auch in der Lage sein, die Besten auszuwählen.

Through The Sun Red Telephone Progression

Nach dem erstmaligen Bearbeiten bin ich meist ziemlich subjektiv den neuen Fotos gegenüber eingestellt, weil ich noch ziemlich genau die Aufnahmesituation — und vor allem meine “Idee” für das Foto im Kopf habe. Das ist für das Bearbeiten natürlich von Vorteil, aber für das Bewerten und Auswählen leider nicht, ich bewerte dann viel eher meine Vorstellung als das reelle Ergebnis.

Mein “Erfolgsrezept” an dieser Stelle ist Zeit. Ich warte ganz einfach ein paar Tage oder sogar ein paar Wochen, bevor ich mir die Fotos von einem Tag noch einmal ansehe. Meistens vergebe ich nach dem ersten Bearbeiten nur maximal drei Sterne an ein Foto, nach dem nochmaligen durchsehen dann den besten davon vier, und wenn ich dann später auf die Fotos zurückkomme, erst die volle Punktzahl oder ein paar mehr/weniger Fotos vier Sterne.

Mit dieser Idee ist natürlich im Prinzip ausgeschlossen, dass ich Fotos am selben Tag auf Flickr hochlade, an dem ich sie schieße. Nur ist dies in der Praxis meist nicht ganz so, denn ich kann es mir fast nie verkneifen die besten Vier-Sterne-Fotos länger für mich zu halten. Deshalb lade ich öfters zwischendurch aber nochmal einen Schub “nachträglicher” guter Fotos hoch.

Was habt ihr für Erfahrungen beim Auswählen der besten Fotos? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Mein Foto Workflow tag:pascalhertleif.de,2011:/artikel/mein-foto-workflow/ 2010-08-14T20:53:40+10:00
Wie ich meine Fotos mit Lightroom bearbeite und verwalte

Ich finde es immer total interessant, wenn ich von anderen Fotografen erfahren darf, wie sie ihre Fotos nach dem Aufnehmen verarbeiten. Ich selbst habe meinen "Foto-Workflow" vor kurzem (im Urlaub) noch mit Lightroom komplett geändert und möchte einmal kurz sagen, was ich mir dabei gedacht habe.

Update (1 Aug 10): Dieser Artikel ist von August 2008, also (zur Zeit) fast zwei Jahre alt. Er ist einer der am meisten gelesenen Artikel hier und als ich vor kurzem diese Seite neu gemacht habe, habe ich ihn noch ein paar mal gelesen (und z.B. die kleinen Diashows eingefügt). Es ist bemerkenswert: Seit ich vor zwei Jahren diesen Workflow für mich eingeführt habe, habe ich kaum etwas geändert! Ich organisiere heute meine Fotos immer noch genau so (wenn auch jetzt mit Lightroom 3 statt 2). Ein Zeichen dafür, dass es sich lohnt, sich einen guten Workflow anzueignen!

Erstens: Fotos machen

Der mit Abstand wichtigste Schritt. Grundsätzlich bin ich zwar der Meinung, dass man mit der Nachbearbeitung eines Fotos1 gut die Hälfte der endgültigen Qualität ausmachen kann, aber auch das ganze Foto vernichten kann. Und, wie immer, was man beim Druck auf den Auslöser inhaltlich verpasst hat2 kann man auch später nicht verbessern.

Meine Ausrüstung ist zur Zeit eine Canon 400D mit 3 Objektiven (Canon Kit 18–55mm, Sigma 55–200 und Tokina 100 Makro). Dazu einen Ansmann-Ersatzakku, 1×1GB und 1×4GB Sandisk Ultra II CF-Karte, eine Transcend CF-Karte mit 16GB und 133x (gut 20MB/s) und als immer-dabei Stativ einen Gorillapod (SLR-Zoom). Das alles in einem Tamrac Adventure 7 Rucksack.3

Zweitens: Von der Karte auf die Platte

Golden Night In Blue Times Just Don't Hurry Listening To The Waves

Erster Schritt ist natürlich, die Fotos erstmal auf den Rechner zu bekommen. Mit Lightroom ist das auch kein Problem, sobald ich die Karte in meinen schnellen Transcend Kartenleser einlege, zeigt es mir sein Importfenster an, ich gebe ein paar Tags ein und los geht's. Meine Voreinstellung ist, dass alle Fotos nach /Jahr/Monat/Tag/ in Verzeichnisse sortiert werden.

Ideal wäre für mich, wenn ich meine Iomega Ultramax (2×500GB) für meine Fotos alleine als Raid 1 benutzen könnte und zudem die aktuellen noch unbearbeiteten Ordner mit Fotos intern speichern könnte. An sich ist das mit Lightroom ja kein Problem, einfach den Ordner auf die andere Platte zu verschieben, jedoch sollten die Fotos ja dort schon längst gesichert sein (in unbearbeiteten Stadium). Mal sehen was sich da noch machen lässt.

Drittens: Sortieren und Gruppieren

Als nächster Schritt gehe ich die grade importierten Fotos einmal komplett durch, stapele Serienaufnahmen und markiere technisch misslungene Aufnahmen als “Abgelehnt” (Rejected-Flag). Wenn ich das einmal grob durch habe, habe ich meistens einigen Aufnahmen auch schon ein paar Sterne gegeben. Ich bewerte meine Fotos grundsätzlich nach diesem Muster:

  • Ein Stern für Aufnahmen bei denen das Motiv schlecht ist,
  • zwei Sterne für annehmbare Motive in schlechter Umsetzung (Komposition, Schärfe, etc.),
  • drei Sterne für gute Motive in möglichst guter Umsetzung,
  • vier Sterne für die besten Fotos eines Tages und
  • fünf Sterne für die besten Fotos überhaupt.

Dabei vergebe ich im ersten Durchsehen nur sehr selten schon vier oder gar fünf Sterne, sondern maximal drei und markiere solche, die auf jeden Fall zu Flickr sollen als “Ausgewählte” (Pick-Flag). Nachdem ich dann die 3-Sterne-Fotos bearbeitet habe, vergebe ich dann den besten davon vier Sterne. Fünf Sterne vergebe ich erst, wenn ich nach ein paar Tagen oder Wochen zu den Fotos zurückkehre und sie mir von neuem ansehe. Wenn sie dann noch, relativ zu meinen neueren Aufnahmen, so überzeugend sind wie an dem Tag der ersten Bearbeitung, haben sie die volle Punktzahl verdient. Bis jetzt muss ich aber ehrlich sagen, dass ich es noch nicht geschafft habe, meine “Best of each day”-Smart-Set (alle 4-Sterne-Fotos) noch einmal durchzugehen, um einige 5-Sterne-Fotos auszuwählen.

Viertens: Bearbeiten

Living Between The Flowers Hey Buddy, I Was Waiting For You Escaping From Society

Wenn ich jetzt eine grobe Auswahl des Bildmaterials treffen kann, versuche ich zunächst alle Fotos mit drei oder mehr Sternen zu bearbeiten. Dabei habe ich meistens bei jedem Foto schon eine grobe Idee, was wie sein soll und was ich warum machen kann. Generell benutze ich dafür aber keine Presets oder so, sondern habe mich mit den Schaltern in Lightroom so vertraut gemacht, dass ich in etwa weiß, was die meisten von ihnen wie machen, und vor allem wozu ich sie einsetzen kann.

Bei den meisten ausgewählten Fotos korrigiere ich nur die so genannten Grundeinstellungen (welche zum Teil auch bequem im Histogramm erreichbar sind). Durch Verschieben der Helligkeit/Belichtung, dem Anpassen der Klarheit und dem Kontrast erreiche ich bei vielen Fotos meist schon mit wenig Verändern brauchbare Effekte.

Besonders cool sind in Lightroom 2 jetzt die Dodge&Burn Funktionen mit dem Korrekturpinsel und dem Verlaufsfilter. Damit kann man generell eine Menge Dynamik aus den Bildern herausholen, und mit 12 Bit oder mehr an Farbtiefe in einem RAW-Foto auch noch sehr viele “verdeckte” Details erhellen bzw. abdunkeln. So habe ich mir mittlerweile fast schon angewöhnt, jedes sehr gute Foto noch durch ein paar Feinheiten mit dem Pinsel zu ergänzen.

Auch interessant ist es, Fotos zunächst Schwarz-Weiß zu gestalten (und dadurch Kontraste sehr gewählt betonen zu können) und anschließend durch “Teiltonung” und die Tönung von bestimmten Verläufen und Masken wieder etwas nach zu kolorieren. So kann ich einem Foto sozusagen sein gesamtes Farberscheinen nehmen und nur mit den Formen und Kontrasten etwas neues gestalten. Einige meiner Monochrom-Versuche findet ihr in diesem Set.

Wie oben schon erwähnt, bewerte ich nach dem Bearbeiten die Fotos meist noch einmal auf oder ab. Wenn ich z.B. ein Foto fertig bearbeitet habe und sehe, dass es doch nicht das Potenzial hat, was ich ihm zugetraut habe, verringere ich es auf zwei Sterne. Oder, wenn mich die Bearbeitung wirklich überzeugt, erhöhe ich es auf vier Sterne.

Fünftens: Stichwörter und Titel

Walking Away From One Of My Dreams Thrown Out, Said The Green One

Ich habe jetzt so gut wie alle "guten" Fotos mehr oder weniger bearbeitet und wenn ich jetzt nach Fotos mit drei oder mehr Sternen filtere, habe ich einen meist ganz guten Überblick über die besten Fotos des Tages. Aktuell schaffen es meistens gut 10-20% der Fotos in diese Auswahl (wobei man das nicht genau festlegen kann, weil viele Fotos gestapelt sind).

Da es mir viel zu lästig wäre, im vor hinein allen Foto schon Stichwörtern zuzuweisen (außer generelle Stichwörter beim Import), mache ich das erst, wenn ich diese Auswahl von fertigen und guten Fotos vor mir habe. Zudem hat das den Vorteil, dass ich dann auch nur fertige und gute Fotos finde, wenn ich nach einem bestimmten Stichwort suche.

Zunächst versuche ich möglichst grobe Stichwörter möglichst vielen Fotos zuordnen zu können, z.B. “Landschaft, People, Nacht, Strand” usw., das hilft später bei Flickr und in Lightroom bei der Erstellung von Smart Sets immer eine Menge. Danach gehe ich meistens die Fotos einzeln durch und beschreibe erstmal in Stichwörtern alles, was auf dem Bild zu erkennen ist, z.B. “Buch, Couch, Drinnen, Haus, Moleskine, rot, Sofa, Wohnung, Zimmer”. Vereinzelt schaffe ich es auch, den Fotos noch andere, interpretierende Stichwörter zu geben wie “Trauer, Einsamkeit, Leere”.

Momentan vergebe ich Stichwörter immer zweisprachig, d.h. ein Foto bekommt sowohl “Buch” als auch “Book” als Stichwort zugewiesen. Wer ähnlich verfährt, dem sei gesagt: Lightroom kann hier Abhilfe schaffen! Denn wenn man sich die Eigenschaften eines Stichwortes im Stichwort-Bereich (Bibliothek-Modul, rechts das vierte) ansieht, bemerkt man sehr schnell, dass man einzelnen Stichwörtern auch Synonyme zuweisen kann, die dann auch mit exportiert werden. Leider weiß ich zur Zeit noch nicht, ob diese dann auch durchsucht werden und wie man einfach schon vergebene Stichwörter anderen als Synonym zuweisen kann. Aber wenn ich mal viel Zeit und Langeweile habe, werde ich mir das ganze einmal zu Gemüte führen und in dem Sprachen-Wirr-Warr aufräumen. (Eine große Übersicht aller Stichwörter mit Optionen etc. in einem Fenster wäre für zukünftige Lightroom-Versionen echt cool, Adobe!)

Nachdem ich allen guten Fotos Stichwörter zugewiesen habe, wechsele ich meistens wieder in eine ungefilterte Ansicht mit allen Fotos des Shootings/Tages und füge noch weitere Meta-Daten ein. Beim Import setze ich z.B. schon Die IPTC-Tags für Fotograf und Copyright, was aber noch komplett fehlt ist eine Ortsangabe. So vergebe ich z.B. für (meistens) alle Fotos “Land”, “Bundesland” und “Stadt”. Unter “Ort” beschreibe ich dann die verschiedenen Locations, oft wirklich eher beschreibend, als das ich den Namen von dem passenden Feldweg nachschaue. Sobald es für Lightroom ein gescheites Geo-Tag-Plugin gibt, werde ich das sicher an dieser Stelle auch noch verwenden (damit ich nicht die hässliche Karte von Flickr benutzen muss).

An diesem Punkt haben sich meistens im Verlaufe des mehrmaligen Durchsehen auch schon die Fotos herauskristallisiert, die es sich lohnt zu Flickr hochzuladen. Ich sage das mit Absicht so vage, da es wirklich meistens nur eine sehr kleine Auswahl von Fotos ist, die ich auch wirklich hochladen möchte. Denn ich möchte meinen Photostream nicht mit doppelten/ähnlichen Fotos oder Schnappschüssen füllen, sondern nur neues und möglichst immer besseres Material hochladen. Daher lade ich manchmal wochenlang lieber gar nichts hoch, als irgendetwas mit dem ich nicht zufrieden bin.

Als letzten Schritt vor dem Export zu Flickr gebe ich den Flickr-würdigen Fotos eine blaue Markierung sowie einen Titel und manchmal auch noch eine Beschreibung. Damit habe ich in Lightroom im Prinzip alle Metadaten schon gesetzt, sodass ich auf Flickr eigentlich nichts mehr eintragen müsste.

Sechstens: Exportieren und Veröffentlichen

Nun habe ich also die finale Flickr-würdigen Fotos direkt vor mir, und kann sie mit einem Export-Preset bequem exportieren. Ich exportiere meine Fotos grundsätzlich als JPEG mit 95% Qualität und in Originalgröße. Damit habe ich auch immer ein Backup einer brauchbaren Auflösung und Qualität, aber auch das Risiko, dass Flickr sie Leuten zugänglich machen könnte, die sie eigentlich nicht haben sollten. Das Preset lässt nach dem Export die Fotos automatisch im Flickr Uploadr öffnen, der noch etwas mehr Komfort bietet als das Flickr Export Plugin für Lightroom. Dort schaue ich, ob alle Daten stimmen (aktuell hat er oder Lightroom Probleme mit Umlauten in Tags) und füge die Fotos den passenden Sets zu. Ich schaue mir die einzelnen Bilder noch einmal kurz an und sortiere sie in etwa so, dass das beste Foto auf Flickr zu erst erscheinen wird. Dann muss ich eigentlich nur noch auf “Upload” klicken und warten, bis alles oben ist.

Achja: Warum eigentlich Lightroom?

It's About That Kind Of Love Flowing Everywhere Sing!

Viele benutzen zum Bearbeiten und Sortieren ihrer (RAW-) Fotos auch einfach den Finder/Explorer/Adobe Bridge und Photoshop/ bzw. die RAW-Verarbeitungssoftware, die bei der Kamera mitgeliefert wird. Warum sollte man also am Ende viel zu viel Geld für Lightroom (oder Aperture) ausgeben, wo man doch so auch alles mach kann? Ich verkaufe jetzt zwar keine Adobe- oder Apple-Produke, aber Lightroom/Aperture ist als Prinzip doch sehr überzeugend, und Lightroom besonders mit den Neuerungen in Lightroom 2.

So ist Lightroom wie auch Aperture dazu gedacht vom Import bis zum Export die Fotos zu “begleiten” und effektiv und entsprechend zu verarbeiten: Im Gegensatz zum Explorer oder auch Bridge ist es extra für Fotografen entwickelt worden. Außerdem ist die komplette Entwicklung der Fotos non-destructive, die originale (RAW-)Datei bleibt unverändert erhalten und nur die Änderungen werden nur “aufgeschrieben” und als Vorschau gespeichert. So kann man also einfach und bequem einen Katalog von zig tausend Fotos verwalten, die Fotos mit Stichwörtern und Titeln versehen, danach Sets erstellen4 und wenn man fertig ist als Diashow präsentieren, sie drucken oder exportieren und hochladen. Kein lästiges rumklicken in Ordnern, sondern alle Fotos an einer Stelle gut sortiert finden.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte euch meinen Foto-Workflow einigermaßen nahelegen und kann euch nur danken, dass ihr so lange durchgehalten habt, obwohl ich wie immer viel zu viel geschrieben habe. Ich würde mich freuen, wenn ihr ein paar Tipps aus meinen Erfahrungen rausholen konntet und würde mich freuen, wenn ihr mir vielleicht auch noch paar Tipps oder Anmerkungen geben könntet! Und wie am Anfang schon gesagt, ich bin auch an euren Workflows interessiert, also scheut euch nicht, einen Kommentar zu schreiben!

  1. Es geht hier um künsterlich-ausgerichtete Fotos. Fotojournalisten sollten netterweise auf eine zu lange Photoshop-Session vor dem Schreiben der Reportage verzichten.
  2. “Die richtige Wahl des Moments” sei hier nur kurz eingeworfen.
  3. Die Links oben sind Amazon-Affiliate-Links, wenn ihr darüber etwas kauft, bekomme ich von Amazon ein kleines Dankeschön. Ihr habt keinerlei Nachteile.
  4. Lightroom 2 kann jetzt auch endlich Smart-Sets! Dazu und zu anderen neuen Sachen in LR 2 findet ihr hier übrigens ganz nette Tutorials.